Artikel mit dem Tag „Sarah Brabender“

  • Der Frühling ist da und der Duft nach Sommer liegt in der Luft. Manchmal zumindest, wenn nicht gerade wieder ein Tiefdruckgebiet über uns hinwegrauscht…

    Super, wenn die Sonne scheint, alles so hell und fröhlich ist, da hat man automatisch gute Laune und ist voller Energie. Es wird wärmer, die Röcke werden kürzer –na ja, zumindest bei einigen, bei uns Großen ist das ja oft gar nicht mehr möglich.

    Endlich luftig…


    Aber die Strickstrumpfhose hat Pause und wir können endlich wieder Luft an Beine und Füße lassen. Das hört sich vielleicht so selbstverständlich an, ist es aber nicht unbedingt. Zumindest nicht für eine große Frau wie mich, die nichts zwischen den Zehen haben kann, also keine Zehentrenner oder FlipFlops tragen kann. Damals, bevor ich mein kleines Übergrößen Schuhparadies aufgemacht habe, bin ich tatsächlich im Sommer immer mit Hose, oft auch noch langer Hose, und Sneakers rumgelaufen. Ich möchte erwähnen, dass ich ein Jahr in Spanien studiert und gelebt habe… Das könnte ich mir heute gar nicht mehr vorstellen. Bei über 30 Grad im Schatten mit geschlossenen Schuhen und langer Hose. Nä! Zumal ich wirklich auch Kleider liebe und gerne trage. Aber da braucht man eben die richtigen Schuhe für.

    Meine große Liebe: Schuhe


    Damit habe ich ja heutzutage zum Glück kein Problem mehr. Mein einziges Problem ist, dass ich mir nicht alle Schuhe selbst kaufen kann. Ich habe momentan auch wieder so viele schöne sommerliche Schuhe und Sandaletten im Laden. Wenn eine Lieferung kommt, geht mir immer regelrecht das Herz auf. Ich weiß nicht, ob man mehrere Männer gleich lieben kann, aber bei Schuhen geht das auf jeden Fall! Bunt und fröhlich in moderater Höhe oder doch lieber lässig elegant in flach oder doch lieber hoch, sexy und extravagant? Da kann Frau sich eben nur schwer entscheiden. Aber ich gehe dann auch immer nach dem, was ich meinen Kunden rate. Welche sind am allerbequemsten? Und bei welchn hat das Herz am höchsten geschlagen? Und bei welchen plant man…
  • Heute widme ich mich mal dem Thema Fotos. Jeder will auf Bildern gut aussehen, aber das ist als großer Mensch gar nicht so einfach. Du wirst einfach generell von unten geknipst und überzeugst durch ein Doppelkinn, das du eigentlich gar nicht hast. Schlimmer ist es auf Bildern mit normal großen und kleinen Menschen. Erstens sieht man im Vergleich einfach fehl am Platz und riesig aus. Zweitens kann neben der ungünstigen „von-unten-Perspektive“ durchaus auch ein Teil deines Kopfes fehlen.

    Kopflose Bilder...

    Da kopflose Bilder jetzt nicht unbedingt so gut ankommen, hat man sich verschiedene „Kleinmach-Techniken“ angewöhnt. Entweder man beugt sich schräg runter und dann rüber. Dann passt es auch mit den Köpfen. Sieht leider immer sehr nach Haltungsschaden oder körperlicher Beeinträchtigung aus. Ist also auch nicht immer die Lösung.Die „verkrampft-in-die-Hocke-gehen-Stellung“ ist auch beliebt. Aber glaubt mir, ich sehe euch das am Gesichtsausdruck an, dass ihr das gerade macht. Damals beim Konfirmandenunterricht haben wir mit einem professionellen Filmteam einen Film über unsere Gemeinde gedreht. Zum Schluss erscheinen wir alle nacheinander im Bild und sagen unseren Namen. Einer war ein ganz Langer und passte nicht ins Bild. Er hat die Hock-Technik angewandt. Man sieht es eigentlich nicht, aber man sieht es doch! Der Gesichtsausdruck! Diese Stelle des Films kann man einfach nicht gucken, ohne sich kaputt zu lachen!

    Alle Köpfe, keine Schuhe...


    Um alle unter einen Hut zu bekommen, werden die Bilder sonst lieber unten abgeschnitten. Hauptsache, alle Köpfe sind drauf. Es gibt also so gut wie keine Bilder, auf denen ich mal komplett vom Scheitel bis zur Sohle drauf bin. Als ich vor Schuhe Grossartig-Zeiten noch keine schönen Schuhe hatte, fand ich das auch gar nicht schlimm. Die super Herrentreter mussten nicht unbedingt für die Nachwelt festgehalten werden.Wenn man schon etwas unvorteilhaft von unten geknipst wird und als breiter Riese auf den Bildern raussticht, dann…
  • Die Wohnung und ihre Einrichtung sind der Spiegel deiner Seele. Oder auch einfach das Zusammenspiel von Industrienorm und deiner Größe. Wir Großen könnten uns ganz anders einrichten, wenn wir kleiner wären. Was habe ich früher als Teenager immer von diesen Romantikstyle Metallbetten geträumt. Aber nö, ein normal langes Bett mit begrenzendem Metall am Fußende? Leider nichts für mich und meine langen Beine.

    1,90 lange Betten sind einfach zu kurz

    In Spanien war es immer ganz besonders lustig. Da sind die Standardbetten teilweise nur 1,90 Meter lang. Ich sage mal so: Man muss nicht gegen das Gesetz verstoßen, um richtiges Knastfeeling zu erleben. In das untere Bett eines 1,90 Meter langen Stockbetts eingepfercht zu sein, reicht da völlig aus. Vor allem, wenn die Betten ein Gitter drumherum haben. Wenn es gar nicht geht, kommt die Matratze aus dem Bett und auf den Boden, da bin ich pragmatisch. Wobei ich ja noch Glück habe und mir Zwei-Meter Standardbetten ohne Fußteil ausreichen.

    Noch größere Menschen stellen gerne mal einen Stuhl ans Fußende. Als Verlängerung. Zuhause haben sie dann ein teures oder sogar selbst gebautes Sondermaßbett in Überlänge. Was natürlich auch direkt die Raumplanung etwas durcheinander bringt. Da passt der Schrank dann nicht noch so gerade hinter das Bett (plus Durchgang). Dann heißt es Bett und Wand und voll.

    Und das, wo man als große Frau doch eigentlich eher mehr Platz für einen größeren Kleiderschrank bräuchte. Unsere riesigen Klamotten brauchen doch mehr Platz als so kleine Teilchen und passen leider nicht so gut auf die Standardregalmaße. Und wenn du dann irgendwo mal ein langes Kleid ergattert hast, dass dir richtig passt, dann ist die Kleiderstange zu niedrig und es wird automatisch zum gestauchten Crinklekleid. Und Schuhe kriegst du auch viel weniger in so ein Schuhregal. Und das ist nun wirklich gemein!

    Beine übereinanderschlagen? Vergiss es...

    Ich bin gerade umgezogen und frage mich, ob das Türguckloch wirklich in…
  • Wenn der Mann kleiner ist als seine Freundin oder Frau, wird das Paar nach wie vor komisch angeguckt. Dadurch entstehen dann auch so merkwürdige Ideen in den Köpfen von manchen großen Frauen. Dass sie dann keine Absätze tragen dürfen und so. Völliger Quatsch, finde ich. Wir sind eh groß, das bisschen Absatz macht dann auch nichts mehr aus. Außerdem fühlen wir uns dann einfach weiblicher und schöner, wenn wir ein Kleid mal nicht mit flachen Tretern tragen. Da ändert sich nicht nur die Körperhaltung. Und die meisten Männer finden es auch noch gut, egal ob groß oder klein. Ich sehe es im Laden immer wieder, wie Männeraugen zu strahlen anfangen, wenn Frauen sich mal an ein paar Absätze trauen. Ist ja auch klar - die haben sich ja nicht umsonst eine tolle, große Frau gesucht. Das soll nicht heißen, dass ihr Absätze tragen müsst. Aber wenn ihr wollt, lasst das Grübeln und schlüpft einfach in eure Cinderella-Schühchen und fühlt euch wohl.

    Hast Du einen größeren oder einen kleineren Partner?

    Warum werden große Frauen eigentlich auch dauernd gefragt, ob sie einen größeren oder kleineren Partner haben? Wir fragen ja auch nicht, ob jemand einen dünneren oder dickeren Partner hat. Ich finde es schade, dass es richtig zum Thema wird. Also für andere, nicht die Betroffenen. Denn eigentlich geht es doch nur die zwei an, ob sie zusammen sein wollen und den anderen so lieben wie er eben ist.

    Es gibt große Mädels, die wollen ausschließlich einen größeren Partner. Verstehe ich gut. In jüngeren Jahren, wenn einem alle Jungs nur bis zum Bauchnabel reichen, war für mich selbst eine Liaison unter diesen Bedingungen undenkbar. Und als große Frau wirst du von Kindheit an immer automatisch für reifer und erwachsener gehalten und für stark und unkaputtbar. Welpenschutz kriegst du nicht. Das Wort „süß“ ist für dich im Zusammenhang mit dir selbst unvorstellbar. Da freut man sich, wenn jemand daherkommt und man ist plötzlich die Kleine, die sich geborgen fühlen und…
  • Ich möchte von nun an regelmäßig Blogbeiträge schreiben, vielleicht findet sich der eine oder andere ja darin wieder ;) Mein erster lautet wie folgt:

    „Helena hat es vermieden, High Heels zu tragen, weil ihr jeder gesagt hat, sie wäre zu groß dafür. Dann hat sie Louboutins anprobiert und will sie seitdem nicht mehr ausziehen." Dieses Zitat habe ich auf Facebook gefunden und sofort geteilt, weil es mir aus der Seele gesprochen hat.

    Das kenne ich doch aus meiner Jugend!

    Denn es erinnert mich doch stark an mich früher und an viele andere große Mädels und Frauen, die ich kenne. Und ich war wohl nicht die einzige, denn dieser Satz fand großen Zuspruch. Das mag daran liegen, dass viele große Frauen zumindest in ihrer Jugend ein schwaches Selbstbewusstsein hatten und teilweise noch im Erwachsenenalter mit ihrer Größe hadern.

    Warum das so ist? Was soll ich sagen? Wenn man als Kind von Erwachsenen aggressiv angemeckert wird - sei es, weil man angeblich zu alt ist, um auf Mamas Arm zu sein, oder man beim Gemeindefest bei einem Wurfspiel für einen Lutscher gefälligst hinter die Schulkinderlinie gehen soll - ist das nicht unbedingt förderlich, um sich normal zu fühlen.

    Wenn man dann schon in der Grundschule größer als die Lehrerin ist und in die Schuhe der Mutter passt, ist das zum Teil lustig, zum anderen aber auch nicht. “Groß“ bedeutete immer zugleich, dass man ja weiter sein musste als die anderen. Selbständigkeit, Vernunft, gut gelöste Aufgaben und Leistungen galten bei den Lehrern als selbstverständlich. Kleinere, süßere Kinder standen oft unter Welpenschutz, wurden häufig bevorzugt und vor allem öfter gelobt.

    Das leidige Thema Kleidung

    Wenn man groß ist, sticht man heraus. Wenn man nur kleine und zarte Menschen um sich herum hat, umso mehr und vor allem gefühlt umso mehr. Von Jungs brauche ich gar nicht erst anzufangen, die gingen einem oft nur bis zum Bauchnabel und aufgrund gesellschaftlich vermittelter Normen steht man als Teenagermädchen selten drüber.

    Ein…
Counter