Mit welchem Alter habt ihr eure Größe akzeptiert?

      Ich hatte nie so wirklich Probleme mit meiner Größe. Es ist schon hin und wieder etwas peinlich, dass man mal auffällt.
      Ich hatte bloß nie das Gefühl, dass es jetzt wirklich was schlimmes wäre. Man hört ab und zu einen blöden Witz, der dann meist nicht mal bös gemeint ist, aber mehr auch nicht.

      Eher merkwürdig fand ich, dass in der Schule immer alle davon ausgegangen sind, dass ich ein guter Basketballspieler bin, weil ich größer als die anderen war.

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      Original von BiggieMax
      Eher merkwürdig fand ich, dass in der Schule immer alle davon ausgegangen sind, dass ich ein guter Basketballspieler bin, weil ich größer als die anderen war.

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      So erging es mir auch.

      Und ich war (und bin es wohl immer noch) ein absoluter Basketball-Legastheniker.

      Ich erinnere mich noch gut, dass der Ball beim Dribbeln nie in die Richtung wollte, die ich eigentlich für ihn vorgesehen hatte. :rolleyes:
      Bin ein lieber und großer
      Akzeptiert habe ich meine Größe erst mit ca. 30 Jahren, als ich meinen Mann kennen und lieben lernte. Er ist - behauptet er zumindest - einen Zentimeter größer und absolut auf Augenhöhe.

      Bis dahin litt ich unheimlich unter meiner Größe. In meiner Familie ist es paradoxerweise total schlimm, groß zu sein, obwohl alle Familienmitglieder sehr groß sind. Wahrscheinlich lag/liegt es daran, daß die Eltern selbst sehr unsicher wegen ihrer Größe waren/sind (Vater 201 cm, Mutter 183 cm). Meine Schwester und ich sind beide hormonell gestoppt worden, da wir es sonst "später noch schwerer haben" würden und eine solche Größe nur Nachteile mit sich brächte (auch in puncto Partnerschaft). Es war natürlich seinerzeit (nein, ich schreibe nicht "damals"!) nicht einfach, Kleidung und Schuhe in Übergrößen zu finden. In den 80ern hat man gottseidank Hosen gekrempelt, sodaß man das Hochwasser nicht sehen konnte....

      Meine Tochter ist natürlich auch auf dem Weg, sehr groß zu werden, da schlagen wohl meine Gene durch. Mein Mann und ich sehen das aber sehr positiv und versuchen, ihr das auch genauso zu vermitteln und wollen sie möglichst nicht stoppen lassen. Ich denke, es ist total wichtig, wie das Umfeld damit umgeht, und eben nicht dieses "meine Güte, du bist ja riesig" oder "oh Gott, wo soll das noch hinführen" oder so einen Mist zu erzählen. Die "Kleine" freut sich schon darauf, daß sie als Erwachsene bei Konzerten immer bessser sehen kann als andere und ist jetzt schon beim - Achtung Klischee - Baskettballverein heiß begehrt.

      Heute gehe ich grundsätzlich sehr aufrecht und trage manchmal sogar hohe Schuhe und genieße es, recht groß zu sein. Ich hoffe, daß ich damit meiner Tochter auch ein positives Vorbild bin. Heute bräuchte ich auch keine Wertschätzung mehr von außen, um mich selbst zu mögen. Kommt wahrscheinlich auch mit dem Alter, jetzt mache ich mir halt mehr Gedanken um die Falten im Gesicht, hehe.... Abgesehen davon werde alle immer größer und ich falle eigentlich nur noch durch einen eigenwilligen Kleidungsstil und ein paar bunte Bildchen auf......

      Da dein Post ja schon einige Jahre alt ist, würde es mich schon interessieren, wie es dir heute mit deiner Größe ergeht?
      Ich kann mich größtenteils an den Augenblick erinnern, wo mir bewußt wurde, daß ich groß war. Das war mit 14, in der 8. Klasse, als ich mich in einen kleineren Typ verknallt hatte, und er mir erklärt hat, daß "die Proportionen nicht übereinstimmen". Und daraufhin mit einer kleinen, dicklichen, bebusten Freundin ging... Danach hatte ich eine Krise, die etwa bis ins 20. Lebensjahr reichte. Mitte 20 hat es mir dann Spaß gemacht, die Jungs mit meinen endlos langen Beinen zu betören. Jetzt bin ich fast 50, und es ist mir relativ wurscht, nur beim Einkaufen finde ich es total nervig, in meiner Größe nichts im Regal zu finden.

      208 cm - zu groß für berufliche Karriere?

      Akzeptiert habe ich meinen Hochwuchs von 208 cm Körperlänge schon immer. Als pubertierender Schüler fand ich das Anderssein sogar chic und interessant. In der Schule und an der Universität war meine Länge niemals ein Problem für mich und für andere. In der Familie war der Hochwuchs durchaus positiv besetzt, weil ich bei meinem Umfeld gut ankam. Eltern, Freunde, Mitschüler, Kommilitonen sowie meine Lehrer und Dozenten hatten mich nahezu alle akzeptiert, und mein Selbstbewusstsein war wirklich gut.

      Für mich war es deshalb nach dem Abitur und besonders während des und nach dem abgebrochenen Studium(s), welches sich ohne längerfristige Studentenjobs nicht finanzieren liess, mehr als verwunderlich und vor allem karrieremässig extrem nachteilig, dass mein berufliches Umfeld meinen Hochwuchs bisher leider nie wirklich akzeptiert hat.

      In verschiedenen Unternehmen im kaufmännischen Bereich mangelt es an höhenverstellbaren Tischen und zum Teil sogar an höhenverstellbaren Bürostühlen, und in diverse Firmenautos passe ich nur unter grössten Anstrengungen hinein und kann diese dann nicht sicher fahren, da meine Beine länger als mein Oberkörper sind. Die Schuhgrösse 52 trägt dazu bei, dass ich in Firmenautos Gas- und Bremspedal gleichzeitig betätigen würde, weil sie kein Automatikgetriebe haben und deshalb beide Füsse zum Einsatz kommen. Das Einziehen meines Kopfes in gebückter Körperhaltung beim Passieren der Türen in verschiedenen Unternehmen wirkt offensichtlich auf viele Vorgesetzte und auf einige Kollegen lächerlich und absurd. Mein Pech war, dass mich in verschiedenen Unternehmen relativ "kleine" männliche Vorgesetzte fortgeschrittenen Alters offensichtlich auf meinen Hochwuchs reduzierten, diesen negativ besetzten und mich nicht selten diskriminierten und abwertend über mich und mit mir sprachen.

      Erste Probleme traten bereits bei diversen Studentenjobs auf, für die ich ob meiner Körperlänge eher ungeeignet erschien, da diese fortan für Tätigkeiten im Büro, im Service, als Fahrer, im Lager, bei der Produktion, in der Briefsortierung, im Passagierdienst am Flughafen und so weiter als Hindernis betrachtet wurde.
      Das für mich enttäuschende Ende vom Lied: Trotz diverser beruflicher Weiterbildungen und Qualifizierungen in den letzten Jahren, einer freundlichen, kollegialen und offenen Art sowie einer gepflegten und modischen Erscheinung bin ich nun seit fast 23 Monaten arbeitssuchend und werde aufgrund meiner ansprechenden schriftlichen Bewerbungen durchschnittlich viermal im Monat zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Bei diesen fallen jedoch in Anbetracht meiner Körperlänge nicht selten die Kinnläden der Personaler bzw. Geschäftsführer herunter, und meine Körperlänge wird dann oft zum Thema Nummer Eins des jeweiligen Vorstellungsgespräches. Als professioneller Bewerber reagiere ich natürlich freundlich und offen, lache - nicht übertrieben - über mich selbst mit und vermeide das Zeigen von Empfindlichkeiten meinerseits. Dann versuche ich durch Fragen zur jeweiligen Position wieder zurück zum Thema zu gelangen.

      Bis zum gestrigen Tag war dies jedenfalls so. Im gestrigen Bewerbungsgespräch wurde ich im Vieraugengespräch von einem Geschäftsführer, der mir telefonisch bei der Einladung zum Vorstellungsgespräch bereits bestätigte, dass meine Qualifikationen sehr geschätzt wären und ich ein aussichtsreicher Kandidat für die Vakanz wäre, darauf hingewiesen, dass meine Körperlänge für jeglichen Kontakt zu Menschen unzumutbar wäre. Er titulierte mich als Quasimodo und als absolut lächerliche Gestalt, die aus der Dachrinne saufen könne. Abschliessend fügte er hinzu, dass ich mich glücklich schätzen könne, in der heutigen Zeit zu leben. Im Deutschen Reich wäre so jemand wie ich vergast worden. Zeugen für dieses Gespräch gibt es keine. Somit stellt es sich als aussichtslos dar, den respektlosen Chef rechtlich zu belangen. Da ich körperliche und psychische Gewalt verabscheue und meinerseits vermeide, drückte ihm lediglich sehr deutlich und mit ruhiger Stimme meine Missbilligung seines Verhaltens aus und verliess daraufhin das Unternehmen. Einen Job habe ich damit immer noch nicht.

      Ich habe Ausdauer und gebe nicht so schnell auf. Gestern jedoch habe ich kurz ans Aufgeben in Verbindung mit groß werdenden Zukunftsängsten gedacht. Heute bin ich in schlafloser Nacht in diesem Forum gestrandet. Ich habe noch nie zuvor in ein Online-Forum geschrieben. Über Ihre Tipps und Anregungen würde ich mich sehr freuen. Vielleicht kennen Sie Unternehmen in Norddeutschland im Raum Hamburg mit toleranten Menschen, für die ich im Bereich Personalmanagement bzw. Personaldisposition oder in sonstigen Bürotätigkeiten tätig werden könnte. Solange mir eine neue berufliche Tätigkeit eine berufliche Wertschätzung meiner Person und ein möglichst kollegiales Umfeld und Betriebsklima beschert, bin ich zu größtmöglicher Flexibilität hinsichtlich Branche, Tätigkeit und Verdienst bereit. Vielen Dank im Voraus für Ihre freundliche Unterstützung, Ihre Meinung und Ihre Tipps und Anregungen.
      Ich kann diese Erfahrungen nun überhaupt nicht bestätigen.
      Klar, in der Schulzeit war ich oft Aussenseiter wegen der Körpergrösse, aber im Lauf der Zeit stellte sich dann auch eine gewisse Popularität ein, die dazu führte, dass ich zum Schulsprecher gewählt wurde. Auch im Studium und im Beruf war die Körpergrösse selten ein Stein des (negativen) Anstosses. Ich habe selbst während meines Studiums am Flughafen in Frankfurt gearbeitet und hatte dort einen Chef, der wegen seiner Körpergrösse von vielen nur "Running Inch" genannt wurde. Dieser hat mich sogar sehr gefördert.
      Inzwischen bin ich seit über 20 Jahren im Aussendienst tätig und habe auch viel Kundenkontakt. Die Körpergrösse ist auch dort immer ein Thema, aber ganz selten negativ.
      Klar gibt es auch Kollegen oder Vorgesetzte, die mit der Körpergrösse nicht klarkommen und sich deswegen despektierlich äussern oder auch gelegntlich mal hintenrum stänkern, aber dies ist meist nicht von Erfolg gekrönt. Am Ende des Tages zählt die Arbeitsleistung.

      Edit hat einen Rechtschreibfehler beseitigt
      Diskutiere nie mit einem Idioten. Er zieht Dich auf sein Niveau herrunter und schlägt Dich in Erfahrung.

      Ich bin wahrhaftig nicht Ihrer Meinung. Aber ich werde mich bis zuletzt dafür schlagen, daß Sie sie vertreten können. (Voltaire)
      Als Jugendliche litt ich ziemlich darunter, in der norddeutschen Kleinstadt, in der ich aufwuchs, ständig angestarrt und mit Bemerkungen bedacht zu werden. Also ich später in eine etwas größere Stadt in Süddeutschland zog, gab es dieses lästige Benehmen so deutlich nicht mehr - vielleicht lag es an der Stadtgröße?

      Trotzdem machte ich mir weiterhin viele Gedanke über die Wirkung meiner Größe, was, glaube ich, gar nicht immer gerechtfertigt war.

      Alles änderte sich für mich schlagartig an dem Tag, an dem ich mit 25 Jahren zum ersten Mal einen Stammtisch des Klubs Langer Menschen besuchte. Alle waren riesengroß - und sie waren trotzdem bloß Menschen. :)

      Seitdem ist mir meine Größe wirklich piepegal, und ich bin geradezu irritiert, wenn sie noch jemandem bemerkenswert erscheint. ;)

      Natürlich stellt mich meine Kleiderwahl vor bestimmte Herausforderungen, auch finanzielle, aber im Großen und Ganzen finde ich diese Herausforderung eher spannend als ärgerlich.

      @ThorstenHH

      Lieber ThorstenHH,

      meiner Meinung nach steht eine ungewöhnliche Körperlichkeit der Karriereentwicklung nicht entgegen, wenn man aufgrund des Gesamtpaketes für den Job gewollt wird. Selbst, wenn sich ein Personaler bzw. Geschäftsführer zu Aussagen hat hinreißen lassen, die vollkommen unprofessionell sind und nur seine persönliche Meinung und wahrscheinlich irgendwelche Unsicherheiten widerspiegeln, heißt das nicht, dass Du keine Stelle finden wirst. Lass Dich nicht entmutigen, eines Tages wirst Du es schaffen!

      Mir hat mal ein Mann gesagt, "von einer so großen Frau würde niemand etwas kaufen" (ich verkaufe allerdings auch gar nichts, das ist nicht mein Job), aber das ist Quatsch, ich kenne genug seltsam aussehende, erfolgreiche Vertriebler. Es kommt auf die Ausstrahlung an!

      Viele Grüße
      Maja

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Maja“ ()

      Ich merke wie es jetzt Richtung 30 etwas leichter wird und hoffe, dass es mir irgendwann ganz egal ist ;)

      Aber an ungewolltes Herausragen gewöhnt man sich wirklich nicht schnell, vor allem wenn man eben keine geborene Rampensau ist.

      Eigentlich könnte ich mir ein gutes Beispiel an meinem langen Kerl nehmen, der sich mit seinen über 2 Metern auch noch gerne sehr schick und sehr bunt anzieht. Motto: Wenn die Leute eh schauen, soll es sich auch lohnen.

      Ich hab manchmal so schlumpfige Tage, wo ich mich nicht gut fühle und verschlafen aussehe und es hasse, angeschaut zu werden. Kleinere Leute können auch mal in der Masse abtauchen, große nicht.

      Manchmal bleibt mein Blick ja selbst an großen Frauen hängen. Und wenn ich dann an ihnen vorbeigehe, merke ich, dass sie nochmal 5-10 cm kleiner sind als ich und dann ahne ich, wie ich anderen Leuten auffallen muss :-///

      Vor vielen Jahren (vor meinem Mann) hatte ich ein Date mit einem Kerl, der mir das schönste Kompliment gemacht hat. Ich hab ein paar Witze über meine Größe gemacht, da meinte er nur sehr trocken: Hör mal auf jetzt, so groß bist du nun auch wieder nicht.

      Was habe ich mich darüber gefreut, denke heute noch gerne dran!!! :-)))
      Boah, ist ne Weile her, dass mit dem Arangieren Inzwischen habe ich aber wieder echt Probleme mit meiner Größe... jedesmal wenn ich eine Größere treffe (z.B. Rübchen) fühl ich mich klein, bekomme Komplexe und will höhere Schuhe Das Land der Riesen gibt es übrigens, schau einfach mal auf eine der einschlägigen Langen-Party, Langen-Treffen, Tanzbäring, Langen-Sportveranstaltungen und ähnliches.Wobei sowohl ich als auch Du wohl kaum als "riesig" qualifizieren, wir Halbzwerge *grins*
      :?:

      qootilka schrieb:

      Boah, ist ne Weile her, dass mit dem Arangieren Inzwischen habe ich aber wieder echt Probleme mit meiner Größe... jedesmal wenn ich eine Größere treffe (z.B. Rübchen) fühl ich mich klein, bekomme Komplexe und will höhere Schuhe…


      qootilka schrieb:

      Wann genau weis ich nicht, aber mit 14 1/2 war ich 196 cm. Endgröße 206 cm.
      Bin ein lieber und großer
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