Konzept Longevity

  • Moin Moin!

    So, ihr Lieben, ich bin vor Kurzem auf ein Konzept gestoßen, das ich persönlich so noch nie gehört habe und über das ich seitdem wirklich viel nachdenke: Longevity (nachträglich eingefügter externer Link wegen Werbung vom Admin entfernt). Bedeutet: so leben, dass man ein langes und gesundes Leben vor sich hat.

    Ich hatte bisher eher die Mentalität, dass ich mich so lange kaputt arbeite, bis ich mir den Ruhestand dann „verdient“ habe. Bis dahin über die Grenzen gehen, wenn nötig, wenig schlafen und mich aufopfern. Tja – seitdem ich ein bisschen dazu lese, merke ich plötzlich, dass das kein Gesetz ist, sondern auch eine Entscheidung.

    Ich versuche seitdem, mehr darauf zu achten, wie es mir geht, wo meine natürlichen Grenzen sind und wie ich meinen Körper respektieren kann, anstatt ihn kontinuierlich zu übergehen. Ich fand das spannend und auch ein bisschen erschreckend, weil ich erst mal gemerkt habe, wie streng ich zu mir war und wie selbstverständlich ich meinen gesunden Körper genommen habe.

    Habt ihr so etwas auch schon mal erlebt? Dass ihr über etwas gestolpert seid (eine Idee, ein Konzept) und plötzlich euer ganzes Sein infrage gestellt habt? Klingt vielleicht ein bisschen dramatisch, aber genau so fühlt es sich gerade an. Freue mich auf eure Meinungen!

    EDIT vom Admin:
    Es ist Wolfgang68 offenbar besonders wichtig eine bestimmte Seite, wie schon in einem anderen Post, zu verlinken. Wegen offensichtlicher Werbung habe ich diesen entfernt da er auch nicht speziell für lange Menschen, auch nur indirekt zu diesem Thema (Nahrungsergänzung aus USA), nützlich ist. Im Wiederholungsfall wird Wolfgang68 gesperrt.

    4 Mal editiert, zuletzt von Martin ()

  • Hallo Wolfgang Dein Verhalten ist recht normal und deckt sich auch mit meinem Verhalten, was die Gesundheit angeht. Viele ältere Menschen, achten im höheren Alter mehr auf die Ernährung, Gesundheit und Aufrechterhaltung der Mobilität. Ich sage immer, dass die Gesundheit im hohen Alter in die Wiege gelegt wird. Da gibt es Sportler die in jungen Jahren gesund leben und später von der Arthrose überrascht werden. Da gibt es Raucher, die locker das Alter von 90 Jahren überschreiten. Wir wissen es nicht, was auf uns zu kommt. Jedes Jahr kommt ein neues Wehwehchen. Gelenkschmerzen, Bewegungseinschränkung, Organausfall, Muskelabbau oder geistige Einschränkungen. Das alles fühlt sich an, wie wenn man einen Zenit erreicht hat, bei dem es nur noch Abwärts geht. Es gehört viel Motivation dazu, den Abstieg der Gesundheit zu überstehen, an denen es Tage gibt, wo man lieber das Ende sucht. Ich erkenne aber heute noch eine Steigerung über den Zenit drüber raus, der daraus resultiert, dass ich als Rentner keinen Stress mehr habe und ich die Möglichkeit, den Geist und Horizont zu erweitern, da die eigenen Bedürfnisse in der Vordergrund getreten sind. Als Rentner erlebe ich das, was mir in jungen Jahren gefehlt hat. Viele Jahre haben wir uns damit beschäftigt, Geld zu verdienen, Termine einzuhalten, eigene Bedürfnisse zurück zustellen.

    Gruss aus dem Schwoabeländle

  • Hallo Schwoab, Hallo Wolfgang,


    Spannendes Thema, ich sehe die Situation aus dem.Blickwinkel einer 50jährigen Person die "noch" im Arbeitsleben steht:


    Bis vor wenigen Jahren bin ich auch mit Volldampf und 100% Stelle gegen alles gegangen was mir gut tun würde...

    Ich bin zwar beruflich kürzer getreten, das senkt aber den Stress bei einem 6köpfigen Haushalt und zurück-in-die-Arbeit meiner damaligen Frau auch nicht wirklich...


    Dann hat.mich.vor 3 Jahren mein Körper zu einer Vollbremsung gezwungen und seitdem KANN ich einfach nicht mehr als das was mir gut tut...

    Zum Glück werde ich in meinem Nicht-Können von meiner (neuen) PartnerPerson gehalten, sonst hätte ich noch mehr (und massiere) "zuwenigs"...

    Aber es ist schon spannend wenn die Menschen mich nur nach meiner Äußerlichkeit beurteilen und nicht verstehen können warum bestimmte Dinge gerade nicht (oder "nie wieder") gehen...


    Zu dieser Erkenntnis braucht es vermutlich kein Alter und keine Rente... Aber ich lebe mein Leben jetzt (und lebe es so "das ich davon keinen Urlaub brauche") uns von froh das Arbeit, Wohnen und Partnerschaft von außen gesehen "komisch" ist, für mich und.meinw Lieben aber richtig ist.

    in meinem Kopf ist Platz für viele eigene Meinungen, Blödsinn und sonstigem Kram

  • Erasmus

    ...willkommen im "Club der Komischen" 😉.


    Mir ist es inzwischen echt egal, was irgendwer über mich denken könnte.

    Als ich mich 2017 selber aus dem Verkehr zog und für 6 Wochen in eine psychosomatische Klinik ging, lästerten ein paar Kollegen daß ich mir den Urlaub verlängern wolle. - Ich war ja nicht publikumswirksam zusammengebrochen, ergo *konnte* es mir ja nicht wirklich schlechtgehen 🙄.


    Während Covid gab es eine berufliche Umorganisation, die mir süßes Nichtstun bei unverändertem Status und Gehalt bescherte. Ich hab die Situation für einen organisatorischen Downgrade und Arbeitszeitreduzierung genutzt. Auch das haben ein paar Leute nicht verstanden, weil es keine "sichtbaren/ be-greifbaren" Gründe dafür gab.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin dankbar für diese Möglichkeit, gehe wieder gern in die Arbeit und bin froh, daß ich mich über andere Dinge als meine berufliche Karriere zu definieren vermag.

    The girl you once were... heal for her.

    The woman you are now... protect her.

    The queen you were created to be... fight for her

  • Als Teenie war ich Neugierig auf Input, wollte alles wissen, mich steigern und immer besser werden. Erst als Rentner lernt man das Leben kennen was einem in der Vergangenheit Jahrelang belastet hat. Heute arbeitet mein Kopf und Körper mit dem Tempo das ich nach meinen Bedürfnissen wähle. Man lernt auch im Alter nicht aus :)

    Gruss aus dem Schwoabeländle