kaum zu glauben

  • Im Oktober habe ich der 3jährigen Tochter meiner Chefin das Buch Prinzessin Lillifee geschenkt.
    Das ist übrigens der absolute Tip für Mädels in dem Alter. Der Umschlag ist rosa und samtig weich und die Zeichnungen glitzern.


    Heute bin ich ein bisserl länger geblieben und hab gedacht mich trifft der Schlag. Daß Kinder in dem Alter wie ein Schwamm sind und alles Wissen aufsaugen weiß ich ja, aber die Vorstellung die ich bekommen habe ist glaub ich trotzdem eher eine seltene Ausnahme.


    Die kleine A. bekokmmt zum Einschlafen immer eine Geschichte vorgelesen. Sie hat sich Prinzessin Lillifee ausgesucht.
    Meine Chefin H. saß neben mir auf der Couch und hatte A. auf dem Schoß. H. fängt den ersten Satz des Buches an zu lesen und A. erzählt den kompletten Rest des Buches aus dem Kopf. Aber Wort für Wort. Sie kann alles auswendig. Das hat ihr keiner beigebracht oder es drauf angelegt. Sie hat es sich einfach gemerkt wenn ihr vorgelesen wurde. Das Buch ist zwar kein ellenlanger Roman, aber es steht doch einiges drin.


  • das kenne ich!!!! *zuwortmeld*****


    meine nichten, und mein neffen schaffen es- 75% ihrer bücher einfach so aufzusagen!! der hammer...


    aber das ist super. es gibt nämlcih genügend kinder- die garkeine bücher zu gehör bekommen. das ist dann richtig schlimm... v.a. haben die auch später in den "deutsch-fächern" richtige probleme (lesen, schreiben, auswendiglernen etc.)


    meine kleine nichte hat mir gestern erst wieder den " regenbogenfisch " erzählt. wobei ich IHR ja eigentlich eine geschichte zum einschlafen erzählen sollte!!


    :tongue: :)) :)


    find ich toll!!!


    lg lexa


  • wenn ich meinen zwerg zu bett bringe, (er heißt maximilian, ist 5 jahre alt und schläft sehr oft bei mir), habe ich nicht immer "lust", ihm eine ganze geschichte vorzulesen. wenn ich die sätze abzukürzen versuche, setzt sein inneres lekorat ein und er macht mich liebevoll (oder noch freundlich) darauf aufmerksam, dass ich mich doch bitte an das geschriebene halten soll... :-))


    wenn das kein zeichen für uns "alte" ist, dass man großartiges von kindern lernen kann und lernen stets einen spielerischen aspekt haben darf. dann klappts auch mit den 5-jährigen...

    "Manche sind so gut erzogen, dass sie nicht mit vollem Mund sprechen,
    aber sie scheuen sich nicht davor, es mit leerem Kopf zu tun".

  • Zitat

    Original von Vanilla
    Im Oktober habe ich der 3jährigen Tochter meiner Chefin das Buch Prinzessin Lillifee geschenkt.
    Die kleine A. bekokmmt zum Einschlafen immer eine Geschichte vorgelesen. Sie hat sich Prinzessin Lillifee ausgesucht.
    Meine Chefin H. saß neben mir auf der Couch und hatte A. auf dem Schoß. H. fängt den ersten Satz des Buches an zu lesen und A. erzählt den kompletten Rest des Buches aus dem Kopf. Aber Wort für Wort. Sie kann alles auswendig. Das hat ihr keiner beigebracht oder es drauf angelegt. Sie hat es sich einfach gemerkt wenn ihr vorgelesen wurde. Das Buch ist zwar kein ellenlanger Roman, aber es steht doch einiges drin.


    nun stellt sich mir die frage:
    wann oktober?
    letztes jahr oder vor 3 jahren?
    hat das arme kind nur ein buch?
    bekommt es jede nacht dieselbe geschichte zu ohren?

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  • Das kenn ich auch noch.


    Als 8 Jähriger hab ich in einem Theaterstück mitgespielt.
    Ich konnte am Schluss jede Rolle auswendig. Und nicht etwa weil ich es auswendig gelernt hatte, sondern weil ich das Stück ein paarmal gelesen und gehört habe.


    Mit 14, als ich mein zweites (und bisher letztes) Theaterstück aufgeführt habe. Konnte ich mir überhaupt nichts mehr merken.
    Ich habe Stundenlang gebüffelt, und es blieb nichts hängen.

  • :super


    Ja, das habe ich bei meinen beiden Söhnen auch erlebt. Sie haben immer eine Lieblingsgeschichte, die sie ein paar Mal vor dem Schlafengehen hören möchten, und irgendwann "lesen" sie das Buch einander oder einem Kuscheltierchen vor - süüüß!


    Das konnte ich im Kindergartenalter auch. Deshalb war ich froh, als ich, als unsere Gruppe zur Weihnachtsfeier "Schneewittchen" aufführte, den Erzähler zugeteilt bekam. Für die Titelrolle war ich denkbar ungeeignet, Prinz und böse Stiefmutter wollte ich damals noch nicht sein, und Zwerg - och neee... Als Erzähler konnte ich mich am großen dicken Märchenbuch festhalten und "vorlesen", was ich oft genug gehört hatte. Fünf Jahre war ich alt, und die Omis haben noch lange gerätselt, ob das Kind da vorn schon lesen konnte.


    Auf jeden Fall danke ich meinen Eltern und meiner Oma, dass sie mir so oft vorgelesen haben - und dass sie mir geantwortet haben, als ich ein Jahr vor der Einschulung nach den Buchstaben zu fragen begann. Lesen habe ich so nebenbei gelernt und seitdem bestimmt mehr gelesen und geschrieben als alles andere zusammen.


    Hoffentlich hilft es bei meinen Söhnchen auch. Der Große lernt gerade lesen und schreiben, und bis zu zweistellige Zahlen kann er seit dem Alter von 5 Jahren lesen. Das hat er (Wo sonst?) anhand der Seitenzahlen beim Vorlesen gelernt, und dann kam dass Addieren ganz von selbst.


    Ja, stimmt, das Spielerische dabei ist wichtig, sie neugierig und motiviert zu halten.


    Was den hier betrifft, 8) , das ist eine Erinnerung an die g a n z frühe Kindheit: Wenn meine Oma sagte "Da muß ich mir erst mal die Brille aufsetzen!", dann ging es entweder ans Vorlesen oder eine Reparatur. Auf jeden Fall aber wußte ich dann, das wird jetzt etwas.
    Seit zwei Jahren habe ich auch eine Brille...

    Fool me once - shame on you. Fool me twice - shame on ME!
    Montgomery Scott

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