Große Tochter 9J 152cm-Schuhgr. 38

  • Hallo liebe Mütter großer Töchter,


    wir waren für meine Tochter vor ein paar Tagen Schuhe kaufen und sie hat bereits Größe 38. Sie wird im Januar 9 Jahre alt. Sie ist 148 cm groß. Sie war von Anfang an groß und ist weiterhin gleichmäßig viel gewachsen. Also alles in Ordnung. Ich weiß, dass sie groß wird. Wir, mein Mann und ich sind auch groß (180 und 195 cm). Der Bruder meines Mannes ist 210 cm groß. Wir haben bisher nichts testen lassen, von kinderärztlicher Seite wurde das nie problematisiert. Für sie war die Größe bisher noch nie ein Problem. Bei mir setzt immer wieder die Sorge ein, wenn wir - wie jetzt- Schuhe kaufen und es wieder die nächste Größe ist. Meine Mutter sagte heute zu mir, dass sie doch wohl nicht so große Füße bekäme wie ihr Vater-also Größe 45! Meine Antwort war, dass wir daran ja nichts machen könnten, abschneiden ginge ja schlecht! Das ist auch wirklich meine Überzeugung, dass es so ist wie es ist...aber diese Sorge...wie groß werden die Füße tatsächlich...bekommt sie dann auch Schuhe, die ihr gefallen. Wie wird es in der Pubertät? Sie hat schon sehr lange ihren eigenen Geschmack und wenn der Schuh nicht gefällt...schwierig!!! Ich würde mich über einen Austausch mit anderen Müttern freuen. Alleine das Lesen heute im Forum hat mir schon sehr geholfen. Ich fühle mich dann nicht so alleine mit den Sorgen und Gedanken und finde einen Austausch mit Gleichgesinnten sehr wichtig!


    Viele liebe Grüße von Anke

  • Mach dir mal nicht all zu viele Sorgen:
    Meine Schwester als Beispiel genommen war mit 10 Jahren 1,70 groß und hatte schuhgröße 39 oder sogar 40. Jetzt ist sie 21, 1,72m und die Füße sind nichtmehr gewachsen. Was sie nicht davon abgehalten hat neue Schuhe zu kaufen *zwinker*.


    Bei Mädchen tritt das Wachstum und die körperenteicklung zur Frau im gänzlichen früher auf als bei uns jungs.
    Denk mal ein ein Mädchen (Pubertät so ca mit 11 Anfang), welches obendrein noch frühpubertär ist ergo alter 10 oder sogar 9.


    Solltest du nun aber bei deiner kleinen Entwicklungen bemerken, die auf deine Sorge hinweisen, dass sie zu groß würde: z.B. ein rasantes Wachstum wie bei meiner Schwester mit 10 z.B. solltest du, wenn deine Tochter in das 'normale' pubertätsalter reinrutscht einen Arzt wie z.B. einen Endokrinologen aufsuchen. Dieser kann bei Bedarf einen Wachstumsschub aufhalten bzw. ihn dämmen.
    Dies solltest du aber wenn, dann recht bald so mit einsetzten der Pubertät erfragen, da dann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Außerdem kann dies zu einer starken psychischen Belastung des Kindes führen. Wachsen alleine ist ja schon bei 3 meiner Klassenkameraden der Grund fürs sitzenbleiben gewesen. Kommt aber aufs Kind und auch auf die Betreuung dessen an.


    Alles in allem, würde ich dir einfach raten noch ein wenig zu zu sehen wie sich ihr Körper entwickelt, wenn es nicht - ach ich hasse dieses Wort :P - "'normal"' verlaufen sollte, einen Arzt aufzusuchen.


    Ich hoffe ich kann dir deine Befürchtung ein stück weit nehmen,


    Grüße an alle besorgten Mütter,
    Derisor

  • Hallo Derisor,


    ich danke dir für deine Antwort! Das war sehr interessant zu lesen, ich war erstaunt, dass du dich als 17 jähriger junger Mann dem Thema so gewidmet hast. War ja eher weiblich geprägt durch Mütter und Töchter! Hut ab... find ich echt toll!!!!


    Viele liebe Grüße von Inke

  • Cool dass ich dich entertaint hab :P das Thema ist aber auch für mich gerade voll in, auch wenn ich 17 bin. Ich habe nämlich einen Tumor an der Hypophyse diagnostiziert bekommen und wachse jetzt teilweise bis zu 4mm pro Nacht uff

  • Hallo zusammen,
    ich habe mich gerade erstmalig angemeldet. Auch mich beschäftigt das Thema Hochwuchs schon seit längerem. Meine Tochter ist aktuell 11,8 Jahre und hat eine Größe von 174 cm / Schuhgröße 41. Ich kann jeden verstehen, der sagt, dass das Großsein schön ist. Jedoch ist es halt auch eine sehr individuelle Empfindung. Ich persönlich empfinde meine Größe (186) als Frau schon als sehr groß und habe nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Für meine Tochter wurde eine Prognose von 188 +- 3/4 cm gestellt. Für mich persönlich keine schöne Sache.
    Aber ich muss auch sagen, dass mir das Lesen hier im Forum viel bringt und freue mich, dass auch aktuelle Beiträge zu finden sind :-) .

  • Hallo Kocheule,


    schön von einer anderen Mutter eine Antwort zu bekommen. Wenn du willst, erzähl doch mal, wann hast du die Infos zur voraussichtlichen Größe deiner Tochter bekommen. Wie kommt deine Tochter mit ihrer Größe klar?


    Viele Grüße
    Inke

  • Hallo,


    wir waren erstmalig zum Endokrinologen, als meine Tochter ca. 8 Jahre war. Dort wurde dann die Größe gemessen und wir mussten ein Röntgenbild der linken Hand mitbringen. Ein Jahr später wurde sie erneut gemessen und auch da wurde wieder ein Röntgenbild erstellt. Aus den beiden Werten wurde schließlich vorauss. Prognose 188 +-3/4 cm ermittelt. Seitdem waren wir regelmäßig beim Endokrinologen. Als sie ca. 10,5 Jahre war begannen wir mit der Hochwuchs-Therapie...Keine leichte Entscheidung. Nach viel Recherche zum Thema , Abwägen evtl. Vor-u . Nachteile, noch mehr Gesprächen und teilweise Diskussionen (vor allem von Leuten, die überhaupt gar nicht einschätzen können, wie es ist, wenn man so groß ist!) haben wir uns aber für die Therapie entschieden... Sicher, ich respektiere jeden, der zu dem Schluss kommt, es nicht durchführen zu lassen. Aber es ist halt immer eine sehr individuelle Entscheidung. Häufig wird man mit allen über einen Kamm geschoren, womöglich noch "angefeindet", wie man sowas nur tun könnte. Egal, das ist ein anderes Thema... Ich habe auch des Öfteren gehört "warum willst du, dass sie klein ist" oder "sei doch froh, dass sie so schön groß ist. Kann sie mal Model werden." Davon mal abgesehen, dass Model für mich kein Beruf, sondern eher eine Wunschvorstellung ist und nur die wenigsten davon ihr Leben lang leben können, bin ich persönlich der Meinung, dass man auch mit 176-180 cm groß ist und dann immer noch ca. 90% oder mehr der Frauen kleiner sind.


    Meine Tochter ist sehr dankbar, dass wir mit der Therapie angefangen haben. Ich habe ihr seinerzeit ein Mitspracherecht eingeräumt, wobei ich der Meinung bin, dass die Kids in dem Alter noch nicht vollumfänglich entscheiden können. Ich habe ihr immer offen erklärt, was ich denke, warum ich so denke, habe ihr dies an unzähligen Bsp. (Bus/Zug fahren, Fliegen, Autokauf, Klamotten, Schuhe, Küche zu tief, WC/Bad zu tief, Fotos, usw.) dargelegt. Ich habe ihr auch gesagt, dass es auch schön ist, groß zu sein und dass es in unserem persönlichen Leben nicht täglich eine Rolle spielt, weil man sich eben angepasst hat (Maxi-Küche m. hoher Arbeitshöhe, elektrisch höhenverstellbarer Küchentisch [z. Backen sehr gut], WC + Waschbecken höher als normal, usw.). Bzgl. der Klamotten muss ich sagen, ja, es hat sich einiges getan, aber dennoch gibt es immer noch Nachholbedarf. Vor allem bei Jacken, langärmligen Shirts hab ich häufig das Problem, dass diese zu kurz sind. Schuhe bestelle ich grds. nur über das Internet. All das bekommt meine Tochter natürlich mit. Und mit zunehmendem Alter spürt sie auch selbst, was es bedeutet groß zu sein. Ihre Klassenkameradinnen sind alle wesentlich kleiner als sie.


    Ich hoffe, ich konnte einen kleinen Einblick geben und vielleicht sind dem ein oder anderen ja auch einige der Probleme bekannt.


    LG

  • Hallo Kocheule,


    danke für deine Antwort! Ja auch mir sind viele der Probleme/Themen bekannt, Anderssein ist natürlich immer ein Thema egal welche Art von Anderssein. Sobald die Norm nicht erfüllt wird führt dies zu Irritationen und Fragen der Außenwelt. Hier habe ich auch immer Sorge, dass das Anderssein irgendwann zum Problem für meine Tochter werden kann. Auf der anderen Seite muss sie selbst ihre Erfahrungen machen und vielleicht empfindet sie vieles ganz anders als ich. Bisher ist das Großsein für sie noch ganz selbstverständlich und daher vermeide ich es bisher es ihr ggü. in irgendeiner Form zu problematisieren. Meine Sorgen sind zurzeit zum Glück noch nicht ihre Sorgen und vielleicht werden sie es ja auch nie. Mal gucken, was uns da noch so erwartet. Zurzeit bin ich noch der Meinung, dass sie wachsen soll und wir nicht eingreifen. Hier ist meine Sorge, dass dadurch andere Probleme erwachsen, einfach zu groß. Ich denke, dass das einfach so ist und wir mit den Folgen des Großseins leben müssen und die Anforderungen damit bewältigen müssen. Irgendwie empfinde ich es auch als Chance. Ich finde es einfach total wichtig den Austausch mit Gleichgesinnten zu haben und deswegen bin ich froh über den Austausch hier. Das finde ich super wichtig! Danke für die Infos und die Offenheit!
    Viele Grüße
    Inke