Outdoormarke für dünnen Langen???

  • Gerade bin ich mal wieder auf der Suche nach diversen Outdoorklamotten, die gerne auch mal etwas besser sitzen dürfen als bisher...


    Mein Problem sind weniger meine 198cm Körperlänge, sondern diese in Verbindung mit einem Gewicht von lediglich 78 kg. Bei Jeans geht da ab und zu noch was (32/38), bei den Outdoorsachen wirds aber echt schwierig...


    Es gibt ein paar Firmen, die zumindest einige ihrer Hosen auch in Langgrößen herstellen. Allerdings sind die Unterschiede da gewaltig. Habe mir letztes Jahr bei Globetrotter eine Skihose von deren Hausmarke meru in der 102 besorgt - die passt so lala, kann man anziehen, ohne rot zu werden.
    Dieser Tage habe ich von VauDe ebenfalls eine mal eine Hose in der 102 bestellt - die war mir geschlagene 15cm zu kurz!! Und zu weit noch dazu... Ich versteht, was ich meine?


    Also - wer kennt denn Outdoor-Hersteller, die zum einen Größen für lange und schmale Menschen im Programm haben und zum anderen diese auch so schneidern, dass sie diesen langen und schmalen Menschen auch tatächlich passen? Insbesondere interessiert wäre ich an:
    Softshellhosen, wasserdichten Überhosen (möglichst mit Trägern), Skihosen


    Außerdem wäre auch eine Hardshelljacke (möglichst robust - also 2- oder 3-Lagen-Laminat) fällig. Da gehts ja ohnehin nur über die Standard-Größen. Weiß jemand, ob die Sachen bei einem bestimmten Hersteller besonders figurbetont/schmal ausfallen??? Bei VauDe jedenfalls nicht - da hängen die Jacken wie Säcke an mir rum...


    Danke für die Hilfe!


    montebianco


    P.S.: Sorry - bin ja neu hier.....ganz vergessen mich vorzustellen...freu mich jedenfalls auf euch "Leidensgenossen" :-)

  • Wir haben immerhin die gleiche Länge und gehören zu den Langgrößen. So etwa 110 oder 114 (nicht 102). Oft hauen diese Langgrößen von der Länger her nicht hin. Überhaupt sind die Streuungen sehr groß - man weiß nie was man wirklich bekommt. Bei Dir ist zusätzlich die Bundweite recht niedrig, aber zur Not kann man Hosen leichter enger als weiter machen.


    Inzwischen gibt es offenbar eine Reihe von neuen Übergrößen-Shops (siehe Daunenjacken-Thread), die ich aber bislang noch gar nicht zur Kenntnis genommen hatte. Folgende Erfahrungen habe ich in den letzten 35 Jahren gesammelt:


    (1) Lang sein ist kein Leiden, frag mal Frauen unterschiedlicher Größe und Alters zu deren Einkaufs Problemen. Dir wird gleich viel wohler sein. Auch kleinere haben es nicht leicht weil die Mehrzahl der Bevölkerung eher dick als lang ist: ein Studienkollege hat mir gerade vorgejammert ein traditionelles Frankfurter Kaufhaus mit Übergrößenangebot habe seine Größe (94) mangels Nachfrage nicht mehr im Angebot.


    (2) Besser Geduld üben als Sachen zu kaufen die nicht passen. Manchmal vertun sich die Hersteller in unserem Sinne; solche Sachen findet man dann im Ausverkauf (Du berichtest das ja bei Jeans). Wenn Du aber ein paar Jahrzehnte Geduld übst kriegst Du letztlich doch eine Menge von den was Du gerne hättest. Ggf. wenn mal was gut paßt richtig zuschlagen und gleich mehrere Exemplare kaufen.


    (3) Bei Outdoor Hosen: es gibt welche mit offenen Beinenden, da läßt man dann ein Stoßband einnähen und dann kommt es evtl. gerade hin. Ansonsten gib's auf: es gibt immerhin BW Cargo-Hosen Moleskin schwarz (ich glaube Gr. 19) bei einigen Händlern. Sind wenigstens billig (Mengenstaffel). Mischgewebe gibt es nur in Tarn. Für den Winter konnte man (sogar billigst jeweils im November) Motorrad Lederjeans mit ungekürzten Beinenden bekommen (Louis) - sind aber derzeit außer Mode.


    (4) Zum Skifahren sag' ich nix. Radfahren Hose Lang geht so: manchmal fallen die recht lang aus. Ich wurde bisher immer im Schlußverkauf im Frankfurter Karstadt fündig. Mit wasserdichter Überhose (fürs Rad) wird das vermutlich nichts - gibt's nach meinem Wissen nicht. Eine ziemlich gute Regen-Wanderhose aus Goretex-Laminat konnte ich mal ergattern.


    (5) Kleinkram: Karstadts Hausmarke Alex fertigt manchmal bis 110, ich mag z.B deren lange Ballonseide Jogginghosen. Aber 110 gibt's nicht immer. Ansonsten Joy macht Hosen in Langgrößen leider bin ich preisempfindlich und habe von denen noch keine Hosen probiert.


    (6) Jacken sind selten sofern Du nicht mit Raglan-Schnitt zufrieden bist. Bei Raglan-Ärmeln könnte man z.B. 56 nehmen und die Ärmel sind dann evtl. wegen der unterschiedlichen Schulterbreite akzeptabel. Ich habe im Laufe der Jahre immer mal wieder eine Jacke erwischt bei denen der Hersteller z.B. der Arme zu lang gemacht hatte und die außer mir niemand haben wollte. Den Hersteller zu nennen macht aber wenig Sinn, die stellen heute ganz andere Sachen her oder gehören jetzt irgendwelchen Life-Style Firmen (Tenson, Salewa).


    Zusammenfassung: alles wirst Du nicht bekommen, vor Allem nicht dann wenn Du es gerade haben willst. Aber mit Geduld oder Voraussicht kriegst Du trotzdem Einiges. So schlimm schaut es für kurze Lange (unter 2 Meter) doch gar nicht aus!

  • ... die Händler geben amerikanische Größen an, die sind doch nahezu aussagelos! Der Händler spart sich zwar Lagerhaltung/Kosten (es gibt halt dann nur S,M,L,XL anstelle von 48,50,52,54,56,58) aber ob man da wirklich mehr verkauft? Ich jedenfalls streike.


    Also ich habe 3 Tenson MPC-Jacken aber alle sehr alt (etwa 1984 bis 1993). Die älteste ist übrigens gr. 54 (!!) mit Raglanärmeln und eher dünn und noch mit Sympatex. Die beiden anderen sind traumhaft warme Doppeljacken Parkas gr. 56. Die Ärmel fallen reichlich lang aus. Die jüngste Parka ist als Ersatz für die ältere vorgesehen, hängt aber noch im Vorratsschrank weil die ältere einfach nicht kaputgehen will. Ich finde diese Jacken nicht schlotterig, sie sind allerdings recht schwer.


    Tenson selbst ist eine sehr kleine Firma - ob die heute noch Qualität liefern weiß ich nicht. Ich habe Zweifel - wozu sonst diese albernen amerikanischen Größen. Wie auch bei Jack Wolfskin hat der Gründer von Tenson die Firma inzwischen verkauft. Bei solchen Fällen wird die Käufer sicher erstmal Geld aus der Marke rausholen wollen, das geht immer gut durch Einschränkung bei Sortiment und Qualität. Und weil ich gerade Jack Wolfskin erwähne: die waren von der Qualität her noch nie überzeugend, ich mußte neulich bei einer gerade mal 14 jahre alten Jacke das Futter nachnähen.


    Früher hatten Tenson sogar Outdoor-Hosen (offene Beinenden). Aber mit Bundweite 32? Kann Dir Fjäl-Räven bei Hosen weiterhelfen (da gibt es noch die offenen Beinenden, habe sehr gute Erfahrung damit)? Jedenfalls könntest Du es Dir offenbar leisten die eine oder andere Gans zu Weihnachten zu essen.

  • Moin!


    Ich habe von Fjell Räven Hosen die unten offen sind. Ist eigentlich gedacht um sie auf die eigene Länge zu kürzen - oder wie bei mir offen lassen. Bei OCK bin ich auch einmal fündig geworden.


    Eine Regenhose zum Überziehen habe ich in einer vernünftigen Länge nur bei Polo gefunden. War sogar recht günstig. Schöffel so angeblich auch lange Regenhosen haben.


    Bei der Snowboardjacke bin ich selbst noch auf der Suche. Ich habe zwar eine von Burton, die aber etwas zu weit ist. War halt ein Kompromiss um lange Ärmel zu bekommen.


    Gruß
    Andrea


    PS: Habe eine ähnliche Statur.

  • Zitat

    Original von jpf
    Jedenfalls könntest Du es Dir offenbar leisten die eine oder andere Gans zu Weihnachten zu essen.


    Was meinst du, was ich seit ca. 30 Jahren mache....*g* Das Zeug rutscht einfach durch mich durch...;)


    Danke auf jeden Fall erstmal für die Tipps... Aber mir ging es schon eher um die wirklich technischen/sportlichen/funktionellen Teile (also reine Outdoor-/Berghosen und -jacken). Bin ab und zu gerne am Berg und im Schnee unterwegs - und da brauche ich halt Kleidung, die funktioniert und was aushält (robust, leicht, wasserdicht, atmungsaktiv) und nix, was an mir rumhängt - auch keine BW-Hosen oder gar Lederjeans...
    Und ich sehe nicht ein, warum ich darauf verzichten soll, bloß weil ich keine Dutzend-Figur habe...


    Besonders dankbar bin ich für den Schöffel-Tipp von AHC - das ist doch mal ein Hersteller, mit dem man was anfangen kann. Schau mich mal bei denen um....

  • @ahc
    Mit Polo meinst Du doch den Hersteller im Motoradbereich oder? Haben die auch "zivile" Varanten (also eher leicht für's Wandern)?


    montebianco
    Jaja, ist schon recht, aber warum nicht mal quer denken wenn man geradeaus nicht mehr weiterkommt. Weil ein Hersteller mit langen Größen kaum Umsatz machen kann sehe ich halt bei Laminatsachen schwarz. Klassische Materialien kann man enger machen lassen. Und außer dem Gewicht sind diese Sachen doch auch sehr funktional und haltbar.


    Lamitnatsachen kann man eben nicht zu Schneider bringen und sie sind schnell durchgescheuert (ich habe eher schlechte Erfahrung mit Fahrradsachen). Und andere Sachen (z.B. mit innenliegenden Folien) sind oft nicht robust (siehe meine Witzelei über das Flicken einer solchen Jacke).


    Zitat

    Was meinst du, was ich seit ca. 30 Jahren mache....*g* Das Zeug rutscht einfach durch mich durch...Augenzwinkern


    Kannst Du etwa Gänse essen soviel Du willst ohne davon fett zu werden? Beneidenswert!

  • montebianco :
    …zunächst noch nachträglich: Herzlich willkommen hier im Forum! ;m4-


    Dein Bekleidungsproblem kann ich gut nachvollziehen, obwohl ich mehr als 30kg mehr wiege als Du. Deine Anatomie ist alles andere als ein Makel und sollte auch mit kompromissloser Passform bei der gesuchten Bekleidung unterstützt werden.
    Wie bereits schon erwähnt wurde, interpretieren die Hersteller Konfektionsgrößen recht unterschiedlich. Meine Erfahrungen im „Lesen“ der jeweiligen Sizing Charts sehen so aus:
    Reine Sportbekleidung ist typischerweise auch auf die entsprechende Zielgruppe optimiert. Häufig ist dann eine Aufteilung in N-, U- und S-Größen nicht notwendig, weil man grundsätzlich von einer sportlichen Figur ausgeht (also relativ dicht an Deiner Figur). Alltagskleidung ist dagegen für alle Zeitgenossen vorgesehen. Im Zuge des fortschreitenden (durchschnittlichen) Übergewichtes der Industrienationen fallen Leute mit sportlicher Figur in die Randgruppe der S-Größen (Schlank bzw. Tall). Die Klitschko’s passen definitiv nicht in eine N-Größe!!! In Deinem konkreten Fall besteht sogar das Risiko, dass bei Alltagskleidung selbst die S-Größen noch deutlich zu weit für Dich sind…was Du scheinbar auch festgestellt hast.
    In diesem Forum gibt es auch erstaunlich viele Radsportler. Ich selbst fahre auch Rennrad und besitze eine inzwischen ausreichende Ausstattung an Rad-Kleidung. Hier bestätigt sich meine Aussage zu den unterschiedlich interpretierten Konfektionsgrößen. Die meisten Radklamotten habe ich in 3XL und die passen recht gut (manchmal ist die Länge knapp), bei Alltagskleidung bräuchte ich 3XL erst gar nicht probieren!
    Die von Dir gesuchten Hosen und Jacken sollten aus meiner Sicht möglichst von einem Hersteller kommen, dessen Ausrichtung sehr sportorientiert ist. Du hattest mit Vaude ja bereits einen annähernd sportlich orientierten Hersteller probiert…und keinen Erfolg. Es wird also äußerst schwer, etwas perfekt Passendes zu finden.
    Hast Du schon mal Löffler probiert? Der hat auch separate Lang-Größen.
    Ich weiß jetzt nicht genau, aus welche Ecke Du kommst…zum Probieren finde ich solche Läden wie die Bike-Town von Rosé in Bocholt Klasse, weil Du dort Artikel von sehr vielen Herstellern auf einmal hast.


    Kleine Anmerkung:
    Ich gehe davon aus, dass die von Dir gesuchte Kleidung einfach nur perfekt passen soll und nicht gleichzeitig noch auf Einhaltung von Tierschutzvorgaben geprüft werden, oder aus diffizilen Materialien bestehen muss.

  • Habe heute auf den Tipp von AHC hin mal eine Skijacke von Schöffel anprobiert; die war eigentlich gar nicht sooooo schlecht - zumindest deutlich besser als die, die ich von VauDe anhatte.
    Besonders vorteilhaft in Sachen Ärmel: die hatte so ein Bündchen mit "Daumenloch"... Gar nicht so eine dumme Idee. Hat zwar immer noch ein bissel "gespannt", aber im Grunde ging's ganz gut... Dafür hat mir die Kapuzenverstellung überhaupt nicht gefallen, die war extrem fummlig - da hatte ich schon ohne Handschuhe Probleme. Irgendwas is halt immer...
    Hosen in Schlank-Größen hatten sie von Schöffel leider nicht da...


    Im Moment trage ich noch eine Hardshell-Jacke von The North Face. Die ist von der Passform her auch ganz okay (zumindest sind die Ärmel nicht zu kurz, und die Weite hält sich auch in Grenzen). Allerdings ist die schon 6 Jahre alt, und die Passformen scheinen von Modelljahr zu Modelljahr großen Schwankungen zu unterliegen. Abgesehen davon, dass ich TNF aus verschiedenen Gründen nicht mehr kaufen will/werde.


    jpf :
    Siehst du - und gerade das Gewicht ist in diesem Segment für mich durchaus ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Auf nen Viertausender schleppe ich ungern mehr Gramm mit als unbedingt nötig - auch wenn das sicherlich nur ein oder zwei Unternehmungen im Jahr sind - aber da zählts dann halt ;)
    Dass du mit Fahrradsachen schlechte Erfahrungen gemacht hast, wundert mich nicht. Die Teile sind erst recht auf leicht und flatterig getrimmt. Beschichtungen (das meintest du wohl mit "innenliegenden Folien") gehn überhaupt nicht - die sind sehr schnell hinüber.
    Deshalb ja ein gepflegtes Laminat - das ist meines Erachtens der beste Kompromiss aus Robustheit, Funktion und Gewicht....


    @ahc und max.cady
    Da ihr beide offenbar auch mit sehr langen Armen gesegnet seid, hier mal ein Tipp aus der Herrenkonfektion (auch wenns ein wenig OT ist): Die Firma Cinque schneidert zurzeit Sakkos mit brutal langen Ärmeln. Da habe ich auf Anhieb was gefunden, was nicht zum Änderungsschneider musste.
    Auch Boss liefert in seiner "Hugo"-Linie Sachen, die (zumindest mir) recht gut sitzen. Sakko saß auf Anhieb perfekt; Hose musste allerdings ausgelassen und am Bund enger gemacht werden...

  • Zitat

    Original von jpf
    @ahc
    Mit Polo meinst Du doch den Hersteller im Motoradbereich oder? Haben die auch "zivile" Varanten (also eher leicht für's Wandern)?!


    Ja, den Hersteller meinte ich. Versuch mal im hiesigen Winter eine Regen(über)hose zu bekommen. Die meisten haben da in den Geschäften schon auf Winter umgestellt. Die Hose war auch eher als Notfall für sehr schlechtes Wetter zum Überziehen gedacht. Zum Wandern ist so etwas eh ungeschickt da es nicht im geringsten Atmungsaktiv ist. Bei vier Wochen Patagonien (2010, fast nur Zelten) muß man halt auf alles gefaßt sein.


    Da es auch vom Hersteller als Überziehhose ausgelegt ist, ist sie recht dünn und leicht. Für die Zielgruppe Mottoradfahrer müssen die Beine etwas länger ausgelegt sein, da diese beim Fahren angewinkelt sind.

  • Zitat

    Original von montebianco@ahc und max.cady
    Da ihr beide offenbar auch mit sehr langen Armen gesegnet seid, hier mal ein Tipp aus der Herrenkonfektion (auch wenns ein wenig OT ist): Die Firma Cinque schneidert zurzeit Sakkos mit brutal langen Ärmeln. Da habe ich auf Anhieb was gefunden, was nicht zum Änderungsschneider musste.
    Auch Boss liefert in seiner "Hugo"-Linie Sachen, die (zumindest mir) recht gut sitzen. Sakko saß auf Anhieb perfekt; Hose musste allerdings ausgelassen und am Bund enger gemacht werden...


    Bei Arbeitskleidung bin ich vor einigen Jahren bei Dolzer hängen geblieben. Das wird auf Maß gefertigt und passt daher auf alle Fälle. Mittlerweile gibt es nicht nur leicht taillierte Hemden sondern auch welche mit einem schmalen Schnitt.

  • Bin gerade auf die Firma "maier sports" aufmerksam geworden, die viele Hosen auch in Langgrößen anbietet...
    Hat jemand Erfahrungen mit denen gemacht? Hab die bisher immer eher so für untere Schiene Skibekleidung gehalten....was also hauptsächlich nach Outdoor aussieht, aber im Ernstfall wenig aushält...aber vielleicht lieg ich ja auch falsch???

  • Zitat

    Original von AHC
    Bei Arbeitskleidung bin ich vor einigen Jahren bei Dolzer hängen geblieben. ...


    Huch, Du meinst formelle Kleidung (Anzug)? Vor 40 (vierzig!!) Jahren gab es im Raum Aschaffenburg neben einer Firma Dolzer noch viele andere Kleiderfabriken (auch Adler war eine davon). Gibt es Dolzer in diesem Sinne noch?


    Für reale Arbeitskleidung im Bereich Handwerk kann man (noch?) von Mascot Überlängen bekommen, die werden aber dann recht teuer. Da sind dann die Moleskin Hosen (ich bin wirklich kein Militärfreak) von der BW ggf. lieber.


    Motorrad und Fahrrad Kleidung: Zum Fahrradfahren (und Motorrad) braucht es längere Ärmel, was die Hersteller netterweise oft berücksichtigen. Daher: selbst wer nicht Farrad oder Moped fährt und lange Arme hat aufgepaßt. Das mit den Hosenbeinen beim Motorrad war mir noch nicht ganz klar, macht aber verständlich warum Motorradlederjeans oft sehr lange Beine haben (hatten).


    montebianco
    Jaja das mit dem Gewicht verstehe ich, und Du willst ja Snowboarden und Bergsteigen. Ich bin eher so ein Mittelgebirgstyp der bei dichtem Schneetreiben und im Sturm zum Wandern raus will...


    Nachtrag zur Meier-Sports: Von denen habe ich auch eine Jacke, ich glaube so eine Ripstop-Folie und zusätzlich ein Fleecefutter o.ä. Sieht recht zivil aus und war im Ausverkauf recht günstig. Aber: ich finde bei denen die Taschen zu klein. Ich erinnere mich an einen Kurztrip mit Reiseführer, Kamera, Flug/Hotelunterlagen ... und das war auch schon zuviel für die Jacke. Was z.B. Jack Wolfskin zuviel hat, hat Meier (in diesem Fall) zu wenig. Danke für den Tip mit den Hosen - ich schau mal im Januar...

  • Zitat

    Original von jpf


    Huch, Du meinst formelle Kleidung (Anzug)? Vor 40 (vierzig!!) Jahren gab es im Raum Aschaffenburg neben einer Firma Dolzer noch viele andere Kleiderfabriken (auch Adler war eine davon). Gibt es Dolzer in diesem Sinne noch?


    Dolzer gibt es noch, aber ob man das als klein bezeichnen kann ist was anderes. Es gibt in Deutschland 15 Filialen und gefertigt wird woanders.


    Zitat

    Original von jpf
    Für reale Arbeitskleidung ..


    Für mich ist das reale Arbeitskleidung. Was man unter Arbeitskleidung versteht hängt wohl auch mit dem Beruf zusammen. Und für das Finanzamt ist Arbeitskleidung etwas das man ausschließlich für die Arbeit gebrauchen kann. Ein Anzug wäre auch für einen Opernbesuch angemessen und wird daher leider nicht als Arbeitskleidung gesehen, auch wenn es tatsächlich nur für die Arbeits genutzt wird.

  • Die im Alpinbereich ziemlich bekannte Firma Mammut bietet einige ihrer Hard- und Softshellhosen auch in Langgrösen bis 118 an. Ich (Jeansgröße 34/40) benutze etwa zum Skifahren/Bergsteigen eine Hardshellhose in Größe 108. Mammut ist nicht billig, dafür sind aber Qualität und Service ziemlich gut.


    Bei den Jacken würde ich mir welche von skandinavischen Herstellern (Bergans, Haglöfs, Norrona) anschauen, die eher schmal geschnitten und trotzdem an den Ärmeln nicht zu kurz sind.

  • Zitat

    Original von splat
    Die im Alpinbereich ziemlich bekannte Firma Mammut bietet einige ihrer Hard- und Softshellhosen auch in Langgrösen bis 118 an...


    Bei den Jacken würde ich mir welche von skandinavischen Herstellern (Bergans, Haglöfs, Norrona) anschauen, die eher schmal geschnitten und trotzdem an den Ärmeln nicht zu kurz sind.


    Grandios, eine von mir erwähnte Regenhose in diesem Thread ist von Mammut, schön das es den Hersteller noch gibt. Deine drei Skandinavier merke ich mir auch. Die von mir erwähnte Tenson ist letztlich auch Skandinavier. Vielleicht verwenden die ja für ihre Schnitte nicht-amerikanische Größentabellen (zur Zeit sind die Amerikaner unterduchschnittlich groß, aber das gehört in einen anderen Thread).

  • mal ein Update:


    gestern ein Paket mit diversen Sachen erhalten.


    1. Skihose Schöffel Rich Dynamic in Größe 102: Immer noch nicht perfekt, aber DEUTLICH besser als die Vaude. Länge ist gerade so annehmbar (v.a. vor dem Hintergrund, dass man da eh Stiefel dazu trägt, da ist es nicht ganz so schlimm, wenn die Hose nicht ganz bis zum Erdboden reicht ;)). War kurz am Überlegen, ob ich vielleicht nochmal ne 106 nachordern soll - hab ich dann aber gelassen, weil die dann vermutlich wieder zu weit würde (der Bund lässt sich zwar mit Klettriegeln verstellen, das aber nur in einem ziemlich kleinen Bereich....). Hose bleibt wohl meine :)


    2. Doppeljacke Schöffel Keel DJ in 54: Ärmel in jedem Fall lang genug, dafür insgesamt aber etwas zu weit. Abgelehnt.


    3. Doppeljacke Kaikkialla Mars Twin Down Jacket in XL: Die isses! Ärmel passen, am Körper auch nicht zu weit geschnitten. Sitzt, wackelt und hat Luft. Vor allem gefällt mir das Konzept mit einer Daunen-Innenjacke - damit ist das Teil wirklich 4-Jahreszeiten-tauglich.
    Was ich allerdings nicht weiß: Ob die Jacken von Kaikkialla (Eigenmarke von Globetrotter im etwas gehobeneren Preissegment; aber auch bei einigen anderen Anbietern erhältlich) generell eher schmal geschnitten sind - da fehlt mir der Vergleich zu anderen Modellen ?( ?(.

  • Zitat

    Original von splat
    Die im Alpinbereich ziemlich bekannte Firma Mammut bietet einige ihrer Hard- und Softshellhosen auch in Langgrösen bis 118 an. Ich (Jeansgröße 34/40) benutze etwa zum Skifahren/Bergsteigen eine Hardshellhose in Größe 108. Mammut ist nicht billig, dafür sind aber Qualität und Service ziemlich gut.


    Bei den Jacken würde ich mir welche von skandinavischen Herstellern (Bergans, Haglöfs, Norrona) anschauen, die eher schmal geschnitten und trotzdem an den Ärmeln nicht zu kurz sind.


    Mammut war lange Zeit DIE Alpinmarke schlechthin... Allerdings beobachte ich mit Argwohn, dass auch die Schweizer immer mehr den Weg von Jack Wolfskin, The North Face und Konsorten gehen - Masse statt Klasse... War Mammut in Sachen Qualität in früheren Zeiten über jeden Zweifel erhaben, habe ich z.B. schlechte Erfahrungen mit einem Paar Bergstiefel gemacht (okay - ist eigentlich Raichle, aber die gehören ja jetzt auch zu Mammut). Muss man mal weiter beobachten...


    Und die Skandinavier sind alles tolle Hersteller, bei denen Funktion noch vor Style kommt (v.a. für Bergans und Norrøna habe ich viel übrig) - nur leider auch alle seeehhhhr hochpreisig :(

  • Zitat

    Original von montebianco
    ... War Mammut in Sachen Qualität in früheren Zeiten über jeden Zweifel erhaben, habe ich z.B. schlechte Erfahrungen mit einem Paar Bergstiefel gemacht (okay - ist eigentlich Raichle, aber die gehören ja jetzt auch zu Mammut). Muss man mal weiter beobachten...


    Du versetzt mich in Unruhe. Auf meiner Shoppingliste steht noch ein Paar Bergstiefel. Und mit Raichle hatte ich mal gute Erfahrungen. Sagst Du uns vielleicht etwas genauer was schlecht war?


    Mit den Preisen ist das relativ - wenn etwas sehr lange einsetzbar bleibt darf es auch etwas mehr kosten. Was mich auf die Palme bring ist Murks für teures Geld. Zudem braucht man als "nicht durchschnittlich Großer" ja auch länger solche Sachen überhaupt zu beschaffen. X(

  • Zitat

    Original von jpf
    Du versetzt mich in Unruhe. Auf meiner Shoppingliste steht noch ein Paar Bergstiefel. Und mit Raichle hatte ich mal gute Erfahrungen. Sagst Du uns vielleicht etwas genauer was schlecht war?


    Das sind ein paar Schuhe mit so neumodischen Lederschlaufen für die Schnürsenkel (also keine Metallösen mehr, sondern das Oberleder ist dann zu so Schlaufen vernäht, wo die Senkel durchgezogen werden).
    Von denen ist eine gerissen - nicht etwa an einer Naht, sondern das Leder selbst (!!) ist gerissen...Seitdem lässt sich der linke Schuh eigentlich nicht mehr richtig schnüren...


    Auf den Schuhen war zu dem Zeitpunkt eigentlich noch Garantie. Eine Anfrage bei Mammut bzgl. Garantieabwicklung ergab, dass diese immer über den Händler abgewickelt wird, bei dem die Schuhe gekauft worden sind. Das war in meinem Fall aber ein Versandhändler irgendwo in Deutschland. Und da hatte ich einfach keine Lust, die Stiefel ewig hin- und herzuschicken - zumal es ein Ersatzpaar ohnehin nicht mehr gegeben hätte (war ein Auslaufmodell....)

  • Danke für den Tip, das ist eine interessante Information.


    Also: für deutsche Kunden geben die nur eine teure Sex-Phone Nummer an. Im Allgemeinen kann man sagen: wer sich nicht (zu normalen Preisen) anrufen lassen will hat ein Problem mit seinen Kunden (Klartext: will den Kunden abwimmeln). Ich bin ziemlich rigide was 0180er Nummern betrifft und habe mich früher auch oft über die Telefonzentrale durchstellen lassen (und schriftlich beschwert). In letzter Zeit haben fast alle besseren Firmen diese 0180er Nummer wieder aufgegeben.


    Zweitens: das Ding mit dem Händler. Leider sieht der deutsche Gesetzgeber das bis auf wenige Ausnahmen so vor. Problematisch ist es dennoch. Ein schönes Horrorbeispiel für mich ist der Versandhändler Mindfactory, der per AGB Garantieleistungen nach 6 Monaten an den Hersteller weiterreichen möchte. In meinem Fall war das ASUS. Hier ist also der Kunde der Dumme - und der Rechtsweg ist meist wegen des geringen Warenwerts sowieso auszuschließen.


    Fazit: Ich hoffe Du hast Dich wenigstens bei denen beschwert. Es schadet auch nicht woanders einzukaufen oder einen anderen Hersteller zu nehmen. Es gibt noch ehrliche Leute.