Behandlung ja oder nein

  • Hallo, ich erzähle einfach mal..........


    Ich bin 1,83 m groß, mein Mann 2,02 m.


    Unsere Mädels waren bei Geburt schon recht groß. 55 cm und 60 cm. Klar, bringen die Gene ja mit. Wir sind im Krankenhaus alle 1-2 Jahre zur Erfassung Größe/Gewicht.
    Nun ist unsere älteste fast 12 und es steht nun die Frage im Raum, Behandlung ja oder nein.


    Gestern war die Röntgenaufnahme. Dazu sagte uns dann der Arzt: Laut Knochendichte liegt das Ergebnis bei 1,82 m. Super, wäre ja vollkommen ok. Dann meinte er aber laut Wert Mutter /Vater kann es allerdings auch bis 1,89 m werden. Ich dachte eigentlich wir bekommen da jetzt ein etwas genaueres Ergebnis. 7 cm Unterschied ist ja nun nicht ohne. Bei 1,89 m brach unsere Tochter fast in Tränen aus. Ich muss dazu sagen: es wird ihr ja seitdem sie denken kann immer bewußt gemacht: du bist zu groß. Natürlich reden wir positiv auf sie ein. Ich bin allerdings als Frau mit meinen 1,83 auch "bedient genug". Mir vorzustellen sie wird 1,89...........


    Ich weiß, hier im Forum gibts ja nur große Menschen. Hier gilt es als normal. In ihrem/unseren Umfeld ist das aber nicht so.


    Der Arzt gibt uns jetzt nochmal 6 Monate. Sollten wir eine Behandlung wünschen müsste sie dann starten. Ich würde mir allerdings ein genaueres Ergebnis wünschen.
    Laut Arzt raten sie ab 1,90 m zur Behandlung bei Mädchen. 1,85 - 1,90 wäre die Grauzone wo es die Eltern selber entscheiden und sie es auf Wunsch machen würden.


    Bin ratlos. Klar sehe ich hier das 1,89 ja scheinbar noch ein unterer Schnitt ist. Ich finde die Größe für Mädchen (psychisch gesehen) aber schon heftig.
    Puh, was tun......freue mich über Eure Meinungen.

  • Ich würde es wohl nicht machen. Ich habe mit meiner "Kleinen" (inzwischen 8, ragte auch immer drüber) auch nie eine Wachtstumsprognose vornehmen lassen. Ich bemühe mich, ihr ein "groß ist schön" mitzugeben und sorge dafür, dass sie immer mal große Menschen sieht bzw. auch gezielt die Vorteile bemerkt (zB beim Sport). Weil natürlich ab und an mal ein Kommentar kommen wird. Momentan bekommt sie eben ab und an mal einen garstigen Kommentar als Familienzwerg ;)
    Sowohl ich als auch der zugehörige Papa (der die 2m nicht ganz geschafft hat ;) ) sind und waren immer "überm Schnitt" und haben beide eine Vorliebe für große Menschen *grins*
    Was ich auf jeden Fall empfehlen würde, wäre, dass Ihr Euch mal ein paar lange Bekannte anschafft (oder mal zu einem der einschlägigen Treffen geht). Lang sein scheint bei Euch ja ein trauriges Dauerthema zu sein, hm?


    Lernt es zu genießen und liebe Grüße!

  • Dieses Portal ist voll von Diskussionen
    um dieses Thema. Die häufigsten Argument der Gegner einer
    Bremstherapie sind Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen und
    natürlich, dass „Groß-Sein“ nicht schlimmes ist, das es zu
    verhindern gilt. Die Befürworter verweisen auf Vorteile aus
    orthopädischer Sicht für den Bewegungsapparat, das Verhindern von
    (langfristig gesehen) Mehrkosten durch größere Betten, Klamotten,
    Autos, Fahrräder etc. und natürlich, das ist wohl das wichtigste
    Argument, die Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung, des sich "in
    seiner Haut nicht Wöhlfühlens" nebst möglichen Problemen bei der
    Partnersuche etc.


    Natürlich findest du hier, auf einer
    Plattform von Großen für Große, eher Gegner einer Hormontherapie.
    Menschen, die ein Problem mit ihrer Größe haben, suchen sich nicht
    unbedingt ein solches Forum als Katalysator aus. Hier geht es um
    einen positiven und produktiven Umgang mit einem Fakt, nämlich
    größer zu sein, der schon da ist.


    Meine persönliche Erfahrung mit einer
    Bremstherapie ist sehr positiv. Ich hatte keine Nebenwirkungen und
    die Therapie schlug sehr gut an. Ich würde es jederzeit wieder
    machen. Meine Eltern hatten das damals mit mir besprochen und genau
    so werden auch wir es mit unserem Sohn machen. Ich selbst bin
    „ausgesöhnt“ mit meinen Zentimetern. Dennoch ist meine Größe
    ständig „präsent“ und muss bei vielen Dingen mitgedacht werden.
    Nur ein paar Beispiele, die uns in den letzten Wochen beschäftigten:
    „Diese Wohnung zu kaufen kommt nicht infrage, weil die Türrahmen
    zu niedrig sind“, „Welches Wohnmobil können wir uns mieten, in
    das ich passe?“, „Ich würde gerne mal diese Schuhe tragen, gibt
    es aber nur bis 47“ etc. Ihr werdet solche Diskussionen kennen...


    Ich würde mich hinsichtlich der Fragen
    nach Nebenwirkungen ausschließlich durch die Ärzte beraten lassen
    und die eigentliche Entscheidung zusammen mit eurerTochter fällen.

  • Lies´ hier im Forum bei den älteren Beiträgen mal nach, was WEIBLICHE Forummitglieder über ihre Erfahrungen mit der hormonellen Wachstumsbremse berichten, das ist für Eure Tochter (und für Dich) eher an den realen Fragen nach Nebenwirkungen, Angst vor Spätfolgen etc. als etwas, was ein MÄNNLICHER Forianer berichtet. Sage ich als Mann und Vater von drei Töchtern, als Arzt (Orthopäde) und erklärter Gegner hormoneller Wachstumsbremsen.


    Wenn Eure Tochter bei der Eröffnung einer möglichen Endgröße von 1,89 m in Tränen ausbricht, braucht sie vor allem emotionale Unterstützung und Informationen, die sie als Zwölfjährige verpacken kann. Das hängt sehr stark vom individuellen Reifealter Eurer Tochter ab. Manche Zwölfjährige sind in dieser Hinsicht noch Kinder, andere schon junge Erwachsene. Informationen, die Euch als verantwortungsvollen Eltern und Erwachsenen wichtig und bedeutsam sind, können für Eure Tochter unwichtig oder verunsichernd wirken.


    Mein wichtigster Rat: Wenn Ihr irgend könnt, ermöglich Eurer Tochter ein Treffen mit *hochwüchsigen* Teenagern oder fahrt zu einem *Familientreffen* von langen Menschen. Das kann die Perspektive Eurer Tochter in mehr als einer Hinsicht verändern.
    Und überlegt, ob Ihr eine zweite ärztliche Meinung in einer spezialisierten orthopädischen Klinik mit Kinderabteilung (nicht umgekehrt...) suchen wollt. Das ist dann wichtig, wenn Ihr medizinische Fragen habt, die Ärzte nach kurzer Zeit (sie können Euch und Eure Tochter ja nur flüchtig kennenlernen) beantworten können.
    Euer Hausarzt oder vielleicht Verwandte oder Freunde der Familie, die "vom Fach" sind, können Euch helfen, die sachlichen Informationen für Euch individuell zu bewerten.

  • Danke schon mal für Eure ausführlichen Antworten.


    Vielleicht sollte man wirklich mal sehen ob es Treffen gibt.


    Wir verpacken es ihr natürlich so gut es geht positiv. Leider gibts aber Bedenken die man auch nicht positiv reden kann (nicht vor dem Kind). Partnersuche, Kleidung, Orthopädisch.....


    Wir werden uns weiter umhören ;-)

  • Leider gibts aber Bedenken die man auch nicht positiv reden kann (nicht vor dem Kind). Partnersuche, Kleidung, Orthopädisch.....


    Oder mögliche Unfähigkeit, Kinder zu bekommen, durch Hormonbehandlung? Ich frage mich, wie das im Verhältnis zu Schwierigkeiten beim Klamottenkauf abzuwägen ist?

  • Partnersuche war bei mir nie ein Problem als ich die erste Teenie-Schüchternheit los war (mit 16). Naja, eigentlich schon, ich bin nämlich die langen Kerle die sich unglücklich verliebt hatten kaum losgeworden ;)
    Bei Kleidung nerven primär die Schuhe, und die Füße sind mit 12 eh fast ausgewachsen (und es ist kein echtes Problem mehr in den letzten Jahren, sogar Deichmann hat da inzwischen einiges).
    Orthopädisch sollte ohnehin jeder auf seinen Rücken achten.
    Es ist keine Krankheit und 1,80-190 ist auch für eine Frau nicht sooo ungewöhnlich. Ein echtes Problem sind aber die Bilder, die man sich selbst davon macht.

  • @ cbartsch
    Laut unserem Arzt sind diese Nebenwirkungen in 30 Jahren Behandlungen noch nicht eingetreten. Die behandelten Jugendlichen/Mädchen werden dort bis ins Erwachsenenalter begleitet.


    Nebenwirkungen wird es geben, das ist klar. Unfruchtbarkeit mit Klamottenkauf zu vergleichen ist meiner Meinung nach ein unnötiger Kommentar.

  • ich finde es eher unnötig, dem eigenen Kind Probleme bei Partnerwahl und Klamottenkauf einzureden und als Alternative Therapien mit (teils auch hier im Forum nachzulesenden, insofern stehe ich voll hinter Stevos Empfehlung) schwer absehbaren gesundheitlichen Nebenwirkungen zu erwähnen.


    Das auf eien Stufe zu stellen kam von Dir, ich wollte lediglich die Absurdität dieser Argumentation hervorheben.

  • Liebe Sandy,


    ich bin 189, der Vater meiner Großen 206 cm.


    Alle zwei Jahre habe ich ihre zukünftige Größe berechnen lassen. Dr. Morlot in Hannover meinte, wenn der Beginn der Pubertät feststellbar sei, könne man mit der Behandlung beginnen. Das war nach ihrem 12. Geburtstag mit Beginn des Brustwachstums.
    Wir wechselten dann allerdings zu Frau Dr. Lorenzen, weil er gewisse Schamgrenzen nicht
    Sie nahm über drei Jahre lang dreimal täglich Tabletten. Es gab folgende Nebenwirkungen: Gewichtszunahme ca. 7 kg - das begrüßten wir, da meine Tochter viel zu dünn war - und gelegentlich Kopfschmerzen, die mit Ibuprofen verschwanden.
    Durch die Behandlung bekam sie ihre Menstruation vor dem natürlichen Beginn, das war die ersten Male sehr heftig, aber sie lernte schnell, damit umzugehen und die Beschwerden zu bekämpfen.


    Heute ist meine Große 183 cm und hat damit aller Wahrscheinlichkeit nach mindestens 10 cm eingespart.
    Wir sind alle froh darüber, dass wir die Behandlung durchgezogen haben. In Hannover gibt es kein Geschäft für lange Frauen - sie kann mit ihren Freundinnen shoppen gehen und findet sogar passende Hosen. Ihre Schuhgröße ist 43, dafür haben Deichmann oder Schuh Kauffmann genug Auswahl.
    183 cm fällt schon genug auf !!
    Sie ist froh, dass sie nicht 193 cm groß werden musste !!


    Bei meinem Sohn ist das etwas anderes. Er ist jetzt mit 14 Jahren 184 cm groß, wächst jeden Monat 1 cm, und ist stolz darauf. Er möchte unbedingt über 2 m groß werden! Außerdem wurde uns von den Ärzten eine Behandlung abgeraten, weil wohl fast immer als Nebenwirkung bei Jungen eine starke Akneerkrankung auftritt.

  • Hej Sandy,


    ich möchte euch Mut machen! Mut zum Großsein! Ich bin 1,90 m groß. Das war nicht immer einfach - vor allem in der Pubertät hab ich in den extremen Wachstumsphasen eine Weile gebraucht, mich an mich zu gewöhnen.
    Aber wer kämpft nicht in der Pubertät hin und wieder mit seinem Äußeren? Ob das nun zu viel oder zu wenig Brust ist, Behaarung, abstehende Ohren, dicke Oberschenkel oder ein großer Wuchs ;-) Wir brauchen da alle ein wenig Zeit, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind.
    Inzwischen würde ich keinen Zentimeter mehr hergeben wollen!
    Wer groß ist, hat viele Vorteile. Man wird eher ernst genommen, besitzt eine größere Autorität. Man muss sich nicht die Haare Pink färben, um aus der Masse herauszustehen ;-) Und jetzt, wo ich zwei Kinder habe: Man hat mehr Platz aufm Schoß ;-)


    Klamotten zu finden und auch Schuhe ist kein Problem mehr in den Zeiten des Internets. Hier findet man alles! Es ist ein Paradies :-) Und als Frau hat man so viele Optionen, sich zu bekleiden. Röcke, Hosen in jeder Länge, Stulpen, ... da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt ;-) Mann rennt zwar nicht einfach so zu CundA rein und schnappt sich die Klamotten von der Stange, aber ich finde das schadet gar nichts. So kauft man bewusster ein und achtet die Dinge, die man hat, mehr.


    Partnerwahl ist immer nicht einfach, möchte ich mal behaupten. Da kommt es auf die Länge nicht so sehr an. Meine Urgroßmutter meinte ganz verzweifelt, ich würde ja niiiiiieeee einen Mann finden, bei meiner Länge. Mit 21 Jahren hab ich geheiratet: "DirtyHarry" aus diesem Forum, kennen gelernt bei einem LangeLeuteTreff, den ich gar nicht eigens zu diesem Zweck besucht hatte. Das ist inzwischen sieben Jahre her :-)


    Andere Lange zu treffen ist eine gute Sache, das würde ich an deiner Stelle wirklich weiterverfolgen für deine Tochter. Dann wächst sie nicht allein in luftige Höhen. Und ich merke, dass es gut tut, gelegentlich mal "klein sein" zu dürfen, sich anlehnen zu können. Aber deine Tochter hat ja einen wunderbar großen Papa, der bestimmt gerne ein starker Arm und eine Schulter für seine Tochter ist, bis sie einen eigenen gefunden hat :-)


    Ich weiß, es ist nicht immer einfach, aber versuche, die Größe deiner Tochter auch selbst nicht als Manko zu begreifen und auf jeden Zentimeter stolz zu sein, den sie hat. So machst du sie stark für ihr Leben.
    Wir (1,90 und 2,02) haben ebenfalls zwei Töchter (5 und 1 Jahr alt), die - wen wundert's - auch die 97er-Perzentile freundlich umarmen. Und das ist gut so! Weil wir beide auch groß sind. Weil groß sein toll ist. Und weil es Spaß macht, die Oma (1,83) als die "Kleine" in unserer Familie zu haben ;-)


    Hormone werden in der Schulmedizin sehr leicht(fertig) gegeben. Wie viele Frauen nehmen die Pille? Und Hormone haben einen großen Einfluss auf weite Teile unseres Gehirns und Köpers. Welche geheimen Hebel da gezogen werden, wissen wir oft nicht. Und gerade bei Frauen ist der Hormonhaushalt ein sehr sensibler Punkt. Ich würde daher wirklich nur eingreifen, wenn eine massive körperliche oder psychische Beschädigung im Raum steht. Du kannst sie ja auch nicht beliebig bei einem Zentimetermaß stoppen, sondern lediglich ein paar Zentimeterchen reduzieren. Und von 1,85 auf 1,90 ... das lohnt den Eingriff nicht, finde ich.
    Unfruchtbarkeit ist ein großes Wort. Aber auch wenn das extrem unwahrscheinlich ist, sind andere Veränderungen dennoch bestimmt unumgänglich.


    Ich hoffe, ich habe dich nicht verschreckt mit meinem epischen Text ;-) Knuddle deine Tochter - erwachsen werden ist nicht immer lustig. Aber Großsein ist toll!

  • P.S. Heute ist meine Große 17 Jahre alt.
    Was noch wichtig zu erwähnen wäre:
    1. Wir sind der Meinung, dass sie durch die regelmäßige Östrogen- bzw. Gestageneinnahme leichter durch die Pubertät gekommen ist und weniger unter starken Stimmungsschwankungen und unreiner Haut zu leiden hatte, als ihre Altersgenossinnen.


    2. Das ist jetzt hypothetisch, aber nehmen wir mal an, sie hätte ihre natürliche Größe erreicht und würde sich entsprechend mit einem noch größeren Partner zusammen tun ... Was für Riesenkinder würden dabei herauskommen !? Dem haben wir ebenfalls durch die Behandlung vorgebeugt.


    3. Ich habe jetzt, mit 53 Jahren, trotz Parship etc. und meiner Attraktivität immer noch große Probleme, mit meinen 189 cm einen Lebensgefährten zu finden ...

  • P.S. Heute ist meine Große 17 Jahre alt.
    Was noch wichtig zu erwähnen wäre:
    1. Wir sind der Meinung, dass sie durch die regelmäßige Östrogen- bzw. Gestageneinnahme leichter durch die Pubertät gekommen ist und weniger unter starken Stimmungsschwankungen und unreiner Haut zu leiden hatte, als ihre Altersgenossinnen.


    2. Das ist jetzt hypothetisch, aber nehmen wir mal an, sie hätte ihre natürliche Größe erreicht und würde sich entsprechend mit einem noch größeren Partner zusammen tun ... Was für Riesenkinder würden dabei herauskommen !? Dem haben wir ebenfalls durch die Behandlung vorgebeugt.


    3. Ich habe jetzt, mit 53 Jahren, trotz Parship etc. und meiner Attraktivität immer noch große Probleme, mit meinen 189 cm einen Lebensgefährten zu finden ...


    Zu 2. möchte ich kurz anmerken, dass ihr ihre Gene nicht verändert habt, nur die Ausprägung gebremst ;-)
    Meine 1,83-Mama ist inzwischen mit einem kleineren Mann glücklich. Sowas soll's auch geben ...

  • Ich finde es immer wieder unterhaltsam, welch tiefsitzende Ängste sich beim Thema "grosse Frauen und Partnerwahl" auftun. Seltsamer Weise sind es meistens die anderen, die sich unnötig an Stelle der betroffenen Person den Kopf zerbrechen.
    Wenn mich persönlich jemand zu diesem Thema anspricht, ist meine Lieblingsantwort
    "Ich bin NUR GROSS - ich sehe nicht aus wie QUASIMODO!" 8-)
    Und übrigens gibt es auch tolle kleinere Männer. Wer sich einen ansonsten wunderbar passenden Mann wegen ein paar fehlender Zentimeter durch die Lappen gehen lässt, ist selber Schuld. Dann will ich auch kein Gejammer hören.


    *Ironie on* Trotz meinen 1,89 m musste ich mein Dasein seit meinem 19. Lebensjahr nie alleine fristen.
    Welch sensationelle Überraschung! *Ironie off*



    Don´t try
    so hard to
    FIT IN
    when you
    were born to
    STAND OUT



    Meine Prognose lautete seinerseits Endgrösse zwischen 1,82 m und 1,88 m. Habe mich gegen eine Behandlung entschieden. Bereue dies bis heute nicht. Es hat allerdings bis Mitte 20 gedauert, bis ich mich in meinem Körper richtig wohl gefühlt habe. Wenn ich allerdings heutzutage andere junge Frauen mit Durchschnittsgrösse beobachte, geht es denen auch nicht anders. Da sind die angeblichen Problemzonen nur wo anders gelagert...

  • Danke für Eure Beiträge !!!


    Ich möchte mal klar stellen das wir ihr nichts negativ reden. Im Gegenteil, ich rede ihr es schön. Allerdings kenne ich es ja von mir selber das es eben NICHT immer nur schön ist. Ich hatte auch einen Freund, einige Zentimeter kleiner. Einerseits stand ich dazu, andererseits habe ich mich unbewusst neben ihm krumm gemacht um es unauffälliger zu halten. Das wurde mir aber erst durch Dritte gesagt und dann erst selbst bewußt. Klamotten kaufen ist frustrierend, es sei denn es ist egal das Doppelte zu zahlen. Und ja, wenn sie einen großen Partner findest was wird dann mit deren Kindern? Selbst Auto fahren ist mit "normalen" PKWs für uns zu viert jetzt schon eine Herausforderung. Hinter meinem Mann kann niemand sitzen, ich muss mich quetschen damit die Kids hinten einigermaßen sitzen können. So und sie sind nicht mal ausgewachsen......
    Zudem macht sie richtige Schübe, so wie ich früher. Resultat: meine Muskeln, Sehnen, alles nicht entsprechend schnell mit gewachsen und oft Schmerzen.


    Unser Arzt redet es in keinster Weise positiv (die Hormonbehandlung). Er sagte uns allerdings wir sollen die psych. und körperlichen Probleme auch nicht unterschätzen.


    Wir sind auch eher gegen als für eine Behandlung. Wir haben allerdings noch 6 Monate Bedenkzeit und die nutzen wir gerade und suchen möglichst viele Infos.


    P.S. Ja, sie macht seitdem sie 5 ist regelmäßig Sport und ist auch erfolgreich (Taekwondo).

  • Ich bin aus Prinzip eher gegen eine Hormonbehandlung!
    1.90 ist für eine Frau keine Krankheit, also braucht man auch keine Behandlung, wenn nicht grundsätzlich noch etwas anderes dafür spricht!
    Obwohl ihr beide recht groß seid und von Anfang klar war, dass Eure Kinder groß werden, finde ich es etwas schade, dass es so wirkt, als sei groß sein zwar OK, sehr groß zu sein dann ganz schnell aber doch nicht.
    Durch Treffen mit den Großen, auch in Hannover, habe ich einen Haufen sehr Großer kennen gelernt! Frauen um 1.80 und Männer um 2.00 m fallen dabei kaum auf. Dazu müssen die Frauen schon ü1.90 und Männer deutlich ü2.10 sein!
    Es klingt etwas wie ein Vorwurf (soll es eigentlich nicht, sry), aber wann jemand "zu groß" ist, ist eben absolut subjektiv und hängt vor allem von der eigenen Perspektive und ggf. denen ab, mit denen man sich umgibt.

  • Danke für Eure Beiträge !!!


    Ich möchte mal klar stellen das wir ihr nichts negativ reden. Im Gegenteil, ich rede ihr es schön. Allerdings kenne ich es ja von mir selber das es eben NICHT immer nur schön ist.


    Ihr REDET es Eurer Tochter vielleicht schön, aber Ihr DENKT ihr das Langsein nicht schön, und sie wird vielleicht spüren, daß Ihr nicht zu 100% hinter dem Gesagten steht und es daher für sich nicht annehmen können.


    Ich selbst bin zwar "nur" puckelige 184 cm groß, weiß aber auch noch aus meiner Teenagerzeit, daß das in dem Alter heftig sein kann. Man will einfach wie alle sein, um nichts in der Welt auffallen etc.
    Hätte man mich mit 12 oder 13 (da war ich so 175 cm) gefragt ob ich 184 cm werden möchte, hätte ich vielleicht auch nein gesagt (...und evtl. Jahre später die Folgen einer Hormontherapie bereut).


    Netterweise hat mir im familiären Umfeld nie jemand irgendwelchen Quatsch bezüglich "zu groß" oder "unnormal" eingeredet/ suggeriert - vermutlich war es genau das, was mir im Endeffekt zu meinem Selbstbewußtsein verhalf.


    Klamottentechnische Probleme habe ich übrigens seit ca. 10 Jahren überhaupt nicht mehr. Der Markt für Überlängen und Übergrößen ist doch richtiggehend expandiert, und in teuren, schlechtsortierten Spezialgeschäften kaufe ich nur noch höchst selten. Auch gebe ich nicht mehr Geld als andere Menschen für Klamotten und Schuhe aus (ich brauch übrigens extra weite 44er Waldbrandaustreter und hab trotzdem nen gut sortierten Schuhschrank!) - irgendwann kennt man seine Bezugsquellen - schau einfach mal hier in die Linkliste, auch englische Shops wie dorothyperkins.com oder newlook.com sind durchaus interessant.


    Auch bei der Partnersuche hab ich mich nie eingeschränkt gefühlt - ich habe da ähnliche Ansichten wie Raya.


    Zum Thema "Autos" - ich passe ganz prima in meinen Fiat Punto hinein, habe früher jahrelang Fiat Panda gefahren und nie ein Problem gehabt, da vernünftig reinzupassen.


    Im Job werde ich durch meine Körpergröße lustigerweise oft für kompetenter gehalten als ich wirklich bin und strahle sowas wie eine natürliche Autorität aus... - ich brauche nur hinter meinem Schreibtisch aufzustehen, und es herrscht Ruhe im Raum :D


    Fazit: Mit vielleicht fünf Zentimetern mehr oder weniger wäre ich wohl auch nicht glücklicher und zufriedener geworden als ich es jetzt bin.

  • Was das Auto angeht, es kommt ja immer drauf an ob man gut verteilt groß ist oder eben nicht. Mein Mann und ich haben einen Oberkörper wie alle anderen auch und "nur" extrem lange Beine. Sitzend sind wir neben allen anderen gleich. Somit besteht im PKW bei uns zumindest deutlich ein Problem. Zumindest für den der fährt und für die die noch hinten sitzen möchten.


    Aber gut, ich habe viele Infos bekommen, lieben Dank dafür. Wir werden uns weiter "schlau" machen und die für uns hoffentlich richtige Entscheidung treffen.

  • Ich finde es immer schade, das den Eltern und allem voran den Kindern, seitens der Ärzte suggeriert wird das Größenwachstum eine behandlungsbedürftige Krankheit ist. Bei uns ist das nie ein Thema gewesen. Auch für unseren Kinderarzt war das nie ein Thema. Für ihn war immer klar, das bei großen Eltern eben auch die Kinder groß werden. Jeder Mensch ist einzigartig, dabei ist es doch egal ob man zu groß, zu klein, zu dick zu dünn... ist. Man kann immer etwas an sich finden was einem nicht gefällt.
    Man sollte sich vielmehr auf das konzentrieren was Größe einem für Vorteile bringt und nicht ständig auf die Nachteile schauen, das macht unzufrieden und die Kinder bekommen das klarerweise auch mit und hadern dann mit der kommenden Größe. Ist es wirklich nötig, ansonsten gesunde Kinder mit Medikamenten zu behandeln damit sie später eventuell leichter Kleidung und Autos kaufen können?


    Noch eine kurze Geschichte zum Mut machen, folgendermaßen kann es auch laufen: Meine Tochter (12 Jahre, 1,70) mußte letztes Jahr aufgrund eines Infektes Antibiotika bekommen. Der Kinderarzt hat sie für die Dosierung gemessen und gewogen. Daraufhin hat er mit seinen einfachen Methoden das Größenwachstum angeschaut und entsprechend hochgerechnet. Er meinte, bei 1,85m wird wohl Schluß sein. Daraufhin war meine Tochter völlig entrüstet und fast schon beleidigt und sagte dann: Ich will aber auch so groß werden wie meine Mama, kann ich was dafür tun?